Sehenswürdigkeit

Hohenwerfen

Über dem Dorf Werfen (Salzburgerland) thront die Burg Hohenwerfen, eine robuste mittelalterliche Festung zwischen den Gebirgszügen. Erzbischof Gebhard von Salzburg ließ die Festung 1077 auf einem 113 Meter hohen Felsen errichten. Heute gibt es Führungen durch die Kapelle, die Folterkammer, den Glockenturm und die Königskammer, wo ein Führer über die Burg und ihre ehemaligen Bewohner erzählt. Es gibt auch eine Waffenausstellung, ein Falknereimuseum und eine tägliche Greifvogelschau. Im ‚Rittersaal‘ können Sie essen und trinken.

Hohenwerfen wurde durch den Film ‚Agenten sterben einsam‘ (Originaltitel: Where Eagles Dare, 1968) berühmt. In diesem Film fungiert es als das von der Gestapo besetzte „Schloss Adler“, aus dem ein gefangengenommenes britisches und amerikanisches Kommando (Richard Burton und Clint Eastwoord) entkommen konnte. Die wirkliche Fluchtszene wurde übrigens an anderer Stelle gedreht, weil Hohenwerfen damals nicht über die notwendige Seilbahn verfügte. Sie ist jetzt da, obwohl sich der steile Aufstieg über den Fußweg wegen der Aussicht immer noch lohnt.

Oben angekommen passieren Sie das Schlosstor und dann Haus und Garten des Hausmeisters. Er wohnt das ganze Jahr über hier, um im Katastrophenfall schnell handeln zu können. Der ehemalige Verwalter Peter Meikl restaurierte das verfallene Schloss bis zu seiner Pensionierung nach und nach in seinem alten Glanz.

Der neue Hausmeister, Paul Anzinger, lebt dort jetzt mit seiner ‚Prinzessin‘ – einer Fernsehmoderatorin des österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Während ‚ihr‘ Haus renoviert wurde, wohnte das Paar vorübergehend in der Hochzeitssuite des Schlosses. Denn ja, in Hohenwerfen kann man sogar heiraten und dann in einem passenden Ambiente übernachten.

Geöffnet bis Anfang November; danach Winterpause bis Mai. Burgstraße 2 in Werfenburg-hohenwerfen.at

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© Christian Stemper 2012