Sehenswürdigkeit

Nationalpark Donau-Auen

Text: Emely Nobis / Bild: Nationalpark Donau-Auen

Donau zwischen Wien und Hainburg

Donau zwischen Wien und Hainburg

Der Nationalpark Donau-Auen – zwischen Wien und der slowakischen Grenze – ist eine der letzten intakten Flussgebietslandschaften in Mitteleuropa. Die Donau-Auen – 38 Kilometer lang und 4 Kilometer breit – sind durch die Regulierung der Donau ab dem 19. Jahrhundert entstanden, indem die Seitenarme vom Hauptstrom abgeschnitten wurden. Da diese Nebenflüsse nur bei Hochwasser von der Donau gespeist werden, ändert sich der Wasserstand unter dem Einfluss von Niederschlägen oder Trockenheit ständig, und der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wasserstand kann bis zu sieben Meter betragen. Die Landschaft rund um die Nebenflüsse ist daher ein wechselndes Mosaik aus Wald (65 %), Wiesen (15 %) und Wasser (20 %). In und um die Auen (von mittelhochdeutsch ouwe, verwandt mit dem lateinisch aqua „Wasser“) leben zahlreiche Reptilien, Amphibien, Fische, Säugetiere, Brutvögel und Insekten. Außerdem gibt es über achthundert verschiedene Pflanzenfamilien.

Donau bei Niedrigwasser

Donau bei Niedrigwasser

1984 drohte die Auenlandschaft durch den geplanten Bau eines Wasserkraftwerkes in der Au bei Hainburg zweigeteilt zu werden. Da die Proteste von Umwelt- und Naturschutzorganisationen keine Wirkung zeigten, wurde die Au am 8. Dezember von Tausenden von Menschen besetzt, um die Fällung der Bäume zu verhindern. Nach mehreren erfolglosen Räumungsversuchen – bei denen die Polizei gewaltsam eingriff – und einem Protestmarsch von rund 40.000 Menschen in Wien beschloss die österreichische Regierung eine Denkpause.

Donau zwischen Wien und Hainburg

Donau zwischen Wien und Hainburg

Die Besetzung der Au bei Hainburg endete erst nach den Feiertagen 1984-1985, als ein Gericht die weitere Rodung der Wälder während des laufenden Berufungsverfahrens untersagte. Neue Untersuchungen der Natur des Gebiets ergaben dann, dass dort mehr ungewöhnliche Tiere und Pflanzen lebten, als zum Zeitpunkt der Genehmigung für den Bau des Wasserkraftwerks bekannt war. Die Regierung entschied, dass das Gebiet ein Nationalpark werden sollte und der Bau nicht fortgesetzt werden durfte. Am 27. Oktober 1996 wurde der Nationalpark Donau-Auen offiziell eröffnet.

Blühender Bärlauch in den Donauauen

Blühender Bärlauch in den Donauauen

Die Donau-Auen sind frei zugänglich, solange man die markierten (Rad-)Wege nicht verlässt. Die Fernverkehrsstraße 07 und der Donauradweg verlaufen durch das Gebiet. Geführte Touren zu Fuß, mit dem Kanu oder Boot sind möglich. Ausgangspunkte sind die Besucherzentren in Schloss Orth an der Donau (Niederösterreich) und Wien-Lobau im Wiener Teil des Parks. Beide Zentren sind von März bis November geöffnet und bieten viele zusätzliche Informationen. donauauen.at

Schloss Orth

Schloss Orth

Technisches Museum Wien © TMW
Tierwelt Herberstein - Eingang
Marchfelder Schlösserreich
Burg Laudeck
Unterirdischer See im Salzbergwerk© C. Kossmann
Stift Stams
Donauturm
Franzensburg
Kaiservilla
Naturpark Neusiedler See Leithagebirge
Festung Nauders
Donau zwischen Wien und Hainburg
Palmenhaus Schönbrunn
Goldenes Dachl
Panda im Tiergarten Schönbrunn
Wiener Staatsoper© Wien Werbung
Rattenberg
Schloss Grafenegg© Alexander Haiden
Hofkirche mit den schwarzen Mandern
Museum Tiroler Bauernhöfe
Schloss Ambras
Carnuntum - Villa Urbana
Burg Hochosterwitz© Wikimedia Commons / Arcomonte26
Schloss Hof
Schloss Eckartsau
© Christian Stemper 2012