Sehenswürdigkeit
Marchfelder Schlösserreich
Text: Emely Nobis / Bild: Frits Roest

Schloss Hof
Von den fünf Marchfelder Schlössern ist das Schloss Hof das größte und imposanteste. Es wurde zwischen 1720 und 1730 als Jagdschloss für Prinz Eugen von Savoyen, einen französischen General im Dienste der Habsburger Monarchie, erbaut. Im Jahr 1755 wurde Schloss Hof von Kaiserin Maria Theresia gekauft. Sie ließ das Gebäude um ein Stockwerk aufstocken und die Räume im ersten Stock renovieren. Diese Prunkräume können nun besichtigt werden. Außerdem finden im Schloss wechselnde Ausstellungen statt, die sich meist auf das Haus Habsburg beziehen. Sehenswert sind auch die sieben terrassenförmig angelegten Barockgärten und der Zoo mit Kamelen, weißen Eseln, Lipizzanern und gefährdeten Schaf- und Ziegenrassen. Außerdem werden zahlreiche Aktivitäten organisiert, wie z. B. ein Ostermarkt, ein Weihnachtsmarkt, ein Gartentag, ein Eseltag, ein Kindertag oder eine Vollmondnacht.

Schloss Niederweiden © Donau-Niederösterreich, Steve Haider
Schloss Niederweiden in Engelhartstätten wurde von dem damaligen Spitzenarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach als Jagdschloss für den Grafen von Starhemberg entworfen. Später kaufte es Kaiserin Maria Theresia als Geschenk für ihren Mann. In Niederweiden mit seinem barocken Lustgarten gibt es regelmäßig Ausstellungen zum Haus Habsburg. Besonders sehenswert ist die barocke Spielküche mit Originalmöbeln.

Schloss Eckartsau
Das barocke Jagdschloss Eckartsau, umgeben von einem 27 Hektar großen englischen Landschaftspark, kam 1760 in den Besitz des österreichischen Kaiserhauses. Aufgrund seiner Lage in der Nähe des Waldes und der wasserreichen Donau-Auen war es ein ideales Jagdgebiet für sie. Die Habsburgermonarchie endete auf der Burg. Nachdem Karl I. – der letzte Kaiser – im November 1918 die Abdankung unterzeichnet hatte, suchten er und seine Familie in Eckartsau Zuflucht, bis sie im März 1919 in die Schweiz ausreisten. Der Schlosspark ist das ganze Jahr über kostenlos zugänglich. Von April bis November können Sie an einer geführten historischen Besichtigung des Schlosses teilnehmen.

Schloss Marchegg
Schloss Marchegg wurde im 13. Jahrhundert als Wasserburg von König Ottokar II. Přemysl als Teil der Stadtbefestigung des von ihm gegründeten Dorfes errichtet. Ab dem 17. Jahrhundert baute die Familie Pálffy die Burg in ein Jagdschloss um. Österreichische gekrönte Häupter gingen in der Barockzeit ein und aus. Heute ist Marchegg im Besitz der gleichnamigen Gemeinde. In den letzten Jahren wurde das Schloss gründlich renoviert, um es für Ausstellungen nutzbar zu machen. Bis Mitte November ist die Ausstellung Marchfeld Geheimnisse: Mensch, Kultur, Natur zu sehen. Lesen Sie hier mehr darüber.

Schloss Orth
Mitten in den Donau-Auen schließlich liegt das Schloss Orth, das im 12. Jahrhundert als Wasserschloss erbaut wurde und einst das Jagdschloss des habsburgischen Kronprinzen Rudolf war. Im Jahr 2005 wurde es nach Umbau und Renovierung als Nationalparkzentrum SchlossORTH wiedereröffnet. Heute beherbergt es das Informations- und Besucherzentrum des Nationalparks Donau. Außerdem gibt es ein kleines Museum mit einer Ausstellung über das Schloss und die Region. Zu den Exponaten gehören die Wendeltreppe aus der Renaissance, die Galerie und das angrenzende Turmzimmer.
Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Führungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Gastronomie in den Schlössern: Siehe die Websites der Schlösser oder besuchen Sie: schloesserreich.at

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