Sehenswürdigkeit

Schlosspark Laxenburg

Text: Emely Nobis / Bild: Frits Roest

Der mit Abstand schönste Park in unmittelbarer Nähe von Wien ist der malerische Englische Landschaftspark Laxenburg: 280 Hektar mit 10 Kilometern Wanderwegen, zahlreichen Baudenkmälern und drei Schlössern: Alte Schloss, Blauer Hof und Franzensburg.
Gotische Brücke

Gotische Brücke

Von 1306 bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie war Laxenburg eine wichtige Frühlings- und Jagdresidenz der Habsburger. Kaiserin Maria Theresia (1717-1800) ließ sogar eine lange, durchgehende Allee von Schönbrunn nach Laxemburg anlegen: entlang der heutigen Schönbrunner Allee. Auch die heute nicht mehr existierende Laxenburger Eisenbahn wurde eigens für die Verlegung des kaiserlichen Hofes nach Laxenburg, das etwa 17 Kilometer südlich der Hauptstadt liegt, und umgekehrt gebaut.

Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) und „seine“ Sisi verbrachten ihre Flitterwochen in Laxenburg und zwei ihrer vier Kinder – Gisela und Rudolph – wurden hier geboren. Kaiserin Elisabeth unternahm lange Reitausflüge durch den Park. Nun ist der 7,7 km lange Sisi-Wanderweg nach ihr benannt.

Erzwungene Geschenke

Franzensburg

Franzensburg

Die Franzenburg – auf einer Halbinsel in einem großen Teich, erreichbar über eine Brücke oder mit einer Fähre – ist die einzige der drei Burgen, die im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Das klassizistische Schloss mit seinem Reichtum an Marmor und Holz wurde zwischen 1798 und 1801 von Kaiser Franz I. als Museum/Repräsentationsraum für das Haus Habsburg in Auftrag gegeben. Die „Spenden“ von Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen aus allen Teilen des Reiches waren sicherlich nicht immer freiwillig. Man könnte sagen, dass das Schloss weitgehend gestohlen oder erzwungen wurde.

Versorgungskanal

Versorgungskanal

Vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Park: die eigentliche Attraktion von Laxenburg. Das Gelände ist so groß, dass man stundenlang umherwandern kann, vorbei an einem romantischen Goldfischteich, einem Turnierplatz, einem Eishaus, einer Rittersäule, einem prächtigen grünen Lusthaus mit barocken Deckengemälden und einem meterhohen hölzernen Taubenschlag auf Pfeilern: ehemals Teil des (abgerissenen) Bauernhofs, der den Hof versorgte. Vor allem aber ist der weitläufige Park ein Natura-2000-Gebiet (seit 2001) mit vielen verschiedenen Bäumen, Wasserflächen und Tieren, das auch zu jeder Jahreszeit ein anderes Publikum anzieht.

Grünes Lusthaus

Grünes Lusthaus

Heute werden Schloss und Park verwaltet von der Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft (mit Vertretern der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich). Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet, Schloss Franzensburg zwischen Juli und November. Der Komplex ist mit der Buslinie 200 vom Wiener Hauptbahnhof aus zu erreichen. Von der Haltestelle Laxenburg Franz-Josephs Platz sind es 4 Minuten Fußweg bis zum Kassenhäuschen am Parkeingang, wo Sie einen bescheidenen Eintrittspreis bezahlen.

Klicken Sie hier für einen virtuellen Rundgang durch das Deckengemälde im grünen Lusthaus (Bild rechts).

Mehr Informationen, auch über Bootsverleih, Gastronomie und Führungen auf der Franzensburg: Schlossplatz 1 in Laxenburg, schloss-laxenburg.at

Marchfelder Schlösserreich
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© Christian Stemper 2012