Sehenswürdigkeit

Österreichs schönste Schluchten

Text: Emely Nobis

Ob in Tirol, Niederösterreich oder der Steiermark… Wo sich das Wasser seit Jahrtausenden unermüdlich seinen Weg durch das Gestein bahnt, sind Österreichs schönste Schluchten und Klammen entstanden. Man erkundet sie auf meist spektakulären Wanderwegen.

Tirol

Kaiserklamm
Kaiserklamm

Kaiserklamm © Alpbachtal Tourismus, Mathäus Gartner

Die Kaiserklamm, in Aschau bei Brandenberg, ist neben der Tiefenbachklamm und der Kundlerklamm eine von drei Klammen im Alpbachtal. Sie enthielt ihren Namen von keinem geringeren als Kaiser Franz Josef I., der rund um die Kaiserklamm auf die Jagd ging und anschließend im Gasthaus Kaiserhaus übernachtete (die Prügeltorte dort ist berühmt). Heute erreicht man die Klamm, indem man von Kramsach aus der Beschilderung Kaiserklamm/Tiefenbachklamm bis zum Kaiserhaus folgt, von wo aus ein Waldweg zum Eingang der etwa einen Kilometer langen, engen Klamm führt. Dort beginnt eine familienfreundliche Wanderung auf einem gut gesicherten Weg mit mehreren Brücken und immer wieder Ausblicken auf die Brandenberger Ache. Die reißenden Fluten des Baches können auch mit dem Kajak bezwungen werden. kaiserklamm.com

Wolfsklamm
Wolfsklamm

Wolfsklamm © FREN Media, Frits Roest

Die Wolfsklamm befindet sich am Rande des Karwendelgebirges bei Stans im Bezirk Schwaz im Tiroler Unterland. Der Stanser Bach hat dort im Laufe der Jahrtausende eine tiefe Schlucht gegraben. Unweit der Gemeinde Stans führen 324 Holzstufen, Hängebrücken, Stege und Leitern auf einer 1,5-stündigen Wanderung durch das gewaltige Naturschauspiel mit kristallklaren Tümpeln, Wasserfällen und steilen Felswänden, wobei unterwegs immer wieder Gelegenheit zu einer Rast am Ufer des Stanser Baches besteht. Ein Wallfahrtsweg führt anschließend zum Felsenkloster und einer ehemaligen Einsiedelei sowie zum Wallfahrtsort St. Georgenberg und dem Eingang zum Naturpark Karwendel. wolfsklamm.tirol

Glo-Schlucht
Glo-Schlucht bei Hinterbichl

Glo-Schlucht bei Hinterbichl © TVB Osttirol, Matthias Schickhofer

Die Glo-Schlucht in Osttirol gibt es schon seit Menschengedenken, doch lange Zeit war sie für Menschen unzugänglich und von Felsen verdeckt. Jetzt kann man die fast senkrechte Riesenspalte begehen. Dort, wo das Wasser der Isel über zwei große Stufen zum Meer hinunterfließt, schleudert es riesige Nebelmengen in die Luft. Wenn das Wasser am späten Nachmittag stark fließt und die tiefstehende Sonne von Westen her in die Schlucht scheint, glitzert ein intensiv leuchtender Regenbogen über der Schlucht, der von einem Aussichtspunkt am oberen Rand zu sehen ist. Die Klamm liegt an der Route des Iseltrail-Fernwanderweges. osttirol.com

Griessbachklamm
Griessbachklamm

Griessbachklamm © Franz Gerdl

In der Griessbachklamm bei Erpendorf in den Kitzbüheler Alpen (Region St. Johann) sind drei mittelschwere Wanderwege unterschiedlicher Länge angelegt worden, die meist über Stege, Lauf- und Hängebrücken gut erreichbar sind. Da man nur sehr allmählich steigt, ist eine Tour durch die Klamm auch für weniger ambitionierte Wanderer und Kinder geeignet. Der Parkplatz (gebührenpflichtig), von dem aus die Wanderung startet, befindet sich ca. 800 m (aus Richtung Kirchdorf kommend) nach der Abfahrt Erpfendorf auf der rechten Seite, direkt an der Straße.  kitzbueheler-alpen.com

Schraubenfallklamm
Wanderweg zur Schraubenfallklamm

Wanderweg zur Schraubenfallklamm © FREN Media, Frits Roest

Die nach einem Wasserfall benannte Klamm liegt am Hintertuxer Gletscher im Tiroler Zillertal und ist Teil des Wasserfallwegs in Hintertux, der an der Talstation der Hintertuxer Gletscherbahn beginnt. Der recht steile Abstieg durch die Klamm bietet zerklüftete Felsformationen, die das Gletschereis in Jahrtausenden in gelbgrünen bis rostbraunen Farbtönen geformt hat, eine riesige Felsspalte, im Volksmund Walfischmaul genannt, natürliche Felsbrücken, Höhlen, Schluchten und Wasserfälle. zillertal.at

Klammsteig Telfs
Klammsteig Telfs

Klammsteig Telfs © Innsbruck Tourismus, Werner Kraeutler

Als 2014 ein Felssturz den beliebten Klammsteig durch die Zimmerbergklamm verlegte und in 2016 ein Hochwasser in Kombination mit einem Murenabgang zwei Brücken wegspülte, schien dies das Ende dieses Klammsteigs bei Telfs zu sein. Doch nun gibt es eine neue Route, die am Parkplatz der Aluwelten Thöni in Telfs beginnt. Der Weg führt größtenteils entlang des Baches bis zu einem Picknickplatz mit Tisch und Bänken. Man wandert über kleine Brücken und eine beeindruckende Treppenkonstruktion aus Holz im Zickzack eine Felswand hinauf. Dann führt eine 30 Meter lange Hängebrücke mit Stahlseilen über den Griesbach. innsbruck.info

Kundler Klamm
Kundler Klamm

Kundler Klamm © Alpbachtal Tourismus

Die Kundler Klamm verbindet das Hochtal der Wildschönau mit dem Inntal. Zwischen hohen Felsblöcken bahnt sich die Ache ihren Weg. Ausgangspunkt der Wanderung ist das Mühltal in der Wildschönau, wo man durch Wiesen und Wälder die Klamm mit ihren imposanten, bis zu 200 Meter hohen Felswänden und ihren tosenden Wassermassen erreicht. Der Klammweg ist 3,5 km lang und auch mit Rollstuhl und Kinderwagen gut begehbar. Kinder können im Wasser spielen. Am Ende der Klamm befindet sich das Gasthaus Kundler Klamm. wildschoenau.com; nolimits.tirol/tour

Leutschacher Geisterklamm
Herbst in der Leutascher Geisterklamm

Herbst in der Leutascher Geisterklamm © Region Seefeld, Long-Nong Huang

Im Grenzwald zwischen Tirol und Bayern, im Naturpark Karwendel, schlängelt sich diese Klamm durch den längsten Bergrücken Österreichs. Die Leutaschklamm wird auch Geisterklamm genannt, weil der Geist der Klamm am Fuße des 23 Meter hohen Wasserfalls leben soll. Von Leutasch aus wandert man auf dem drei Kilometer langen Klammgeistweg. Der zweihundert Meter lange Weg wurde im Jahr 2006 um eine spektakuläre Stahlbrücke über die Klamm und eine Aussichtsplattform erweitert. Die Leutschacher Klamm war 1880 die erste für Besucher zugängliche Klamm Österreichs.  leutaschklamm.com

Steiermark

Wasserlochklamm Palfau
Wasserlochklamm

Wasserlochklamm © FREN Media, Frits Roest

Obwohl nur neunhundert Meter lang, ist die Wasserlochklamm bei Palfau dank Schluchten, natürlichen Felsenteichen und fünf Wasserfällen mit einer Fallhöhe von insgesamt 152 Metern ein gewaltiger Naturausflug. Vom Eingangsgebäude aus überquert man zunächst auf einer 65 Meter langen und 21 Meter hohen Hängebrücke den wild fließenden Wasserlochbach. Von dort aus geht es über ein stabiles Holzgerüst stetig bergauf. Unterwegs wechselt man immer wieder über Holzbrücken von einer Seite des Wasserlochbachs auf die andere und blickt auf das schöne Salzatal. Nach etwa eineinhalb Stunden erreicht man das Palfauer Wasserloch, eine Höhle mit einer Quelle, aus der das Wasser nach einem unterirdischen Lauf wieder an die Oberfläche kommt und (je nach Niederschlag) mit mehr oder weniger Kraft in die Schlucht zurückfließt. Von der Höhle geht es auf dem gleichen Weg zurück oder weiter durch den Wald zum Ausgangspunkt. Die Hängebrücke über die Salza ist kostenlos zugänglich. Für die Fahrt durch die Schlucht selbst wird ein kleiner Eintrittspreis erhoben. Die Eintrittskarten sind im hölzernen Eingangsgebäude der ArenaSalza erhältlich (geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober). Nach der Klammwanderung entspannen Sie sich in der benachbarten  wasserlochschenke mit Pellkartoffeln als Hausspezialität.  wasserlochklamm.at

Raabklamm
Große Raabklamm

Große Raabklamm © Steiermark Tourismus, Günther Steininger

Am Fuße des Ossers auf der Teichalm, auf rund 1150 Metern Seehöhe, entspringt die Raab. In der Steiermark bildet sie die große und kleine Raabklamm, mit 17 Kilometern die längste Klamm Österreichs. Die Raabklamm ist geprägt von romantischen Stegen, steilen Felswänden und einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten. Mit etwas Glück kann man zum Beispiel den blauen Eisvogel oder den Schwarzstorch sehen. Der Hauptwanderweg durch die Große Raabklamm (ein Natura 2000-Schutzgebiet) erstreckt sich über 10 Kilometer, der Hauptwanderweg durch die Kleine Raabklamm über etwa 7 Kilometer. Ausgangspunkt ist der Parkplatz des ehemaligen Gasthauses Jägerwirt in der Gemeinde Mortantsch. Die Raabklamm ist ganzjährig begehbar. Der beste Einstieg ist beim Informationszentrum Gutenberg/Raabklamm (Kleinsemmering 132 in Weiz). Einige Teile der Klamm sind barrierefrei und somit auch mit Rollstuhl und Kinderwagen gut begehbar. raabklamm.at

Wörschachklamm
Wörschachklamm

Wörschachklamm © Steiermark Tourismus

Bis vor rund 130 Jahren wurde die Klamm in Schladming-Dachstein noch von Händlern mit Pferdefuhrwerken und von Holzfällern genutzt, um Holz mühsam über das Wasser der Wörschach ins Tal zu transportieren. Seit 1905 ist die Klamm dank des Klammsteigs auch für Wanderer zugänglich. Die Rundwanderung beginnt im Dorf Wörschach und führt über Leitern und Stege vorbei an Wasserfällen bis zum Ende der Klamm, wo ein Wegweiser zurück nach Wörschach führt. Man kommt an einer Schwefelquelle vorbei und kann kurz darauf einen etwa 20-minütigen Abstecher zur Burgruine Wolkenstein machen. schladming-dachstein.at

Heiligengeistklamm
Heiligengeistklamm

Heiligengeistklamm © Steiermark Tourismus

Wer diese Klamm in Leutschach an der Weinstraße durchwandert, wandert auch entlang der steirischen Grenze zu Slowenien. Der Einstieg befindet sich südlich von Leutschach bei der Spitzmühle, einer ehemaligen Wassermühle, die nach alten Plänen wiederaufgebaut wurde. Von dort führt ein zweieinhalb Kilometer langer Wanderweg immer wieder hinauf in die Klamm, die mit ihrer dichten Ufervegetation und Moos auf den Felsen geschützte Schmetterlingsarten und Feuersalamander beherbergt. Nach 500 Höhenmetern eröffnet sich am Ende ein Blick auf die Weinberge der Südsteiermark und auf Nordslowenien. Auch zur Kirche Sveti Suh, der „Heiligengeistkirche“ auf der slowenischen Seite der Grenze am sogenannten Osterberg, sind es nur wenige Meter. Gutes Schuhwerk und Kondition sind bei dieser Klammwanderung erforderlich. suedsteiermarkwissen.com

Nothklamm
Nothklamm in Gams

Nothklamm in Gams © Stefan Leitner

Die Nothklamm, die der rauschende Gamsbach in das Gesäuse (nahe dem Geodorf Gams) gegraben hat, ist dank des 700 m langen Nothstegs, der sich durch die Klamm schlängelt, leicht zugänglich. Leicht ansteigend und wieder absteigend, mit gelegentlichen Stufen und Brücken, führt die Klamm schließlich auch zur einzigen steirischen Steinkugelmühle. Die Mühle wird mit Wasserkraft betrieben und produziert nach ein paar Tagen perfekte Kugeln, die durch das Mahlen im Wasser geformt werden. Die Nothklamm ist Teil des Geopfades in Gams. geodorf.comgeodorf-gams.at

Niederösterreich

Ypserklamm
Ysperklamm

Ysperklamm © Christoph Kerschbaum

Das Naturdenkmal im südlichen Waldviertel (Bezirk Melk) ist die größte Klamm Niederösterreichs. Auf einer Länge von 2 Kilometern (300 Höhenmeter) stürzt sich das Wasser der Ysper durch die Klamm. Über Brücken und Stege klettert man an unzähligen Wasserfällen und riesigen Felsformationen vorbei und hat von einem Aussichtspunkt oben einen Panoramablick auf das Ysper-Tal. Die Gehzeit beträgt etwa eineinhalb Stunden. Die Schlucht ist das ganze Jahr über geöffnet. Im Sommer ist der Ort üppig grün. Im Winter kann man dank der Wasserfälle bizarre Eisgebilde bewundern. Startpunkt ist der Parkplatz am Forellenhof. ysperklamm.info

Johannesbachklamm
Johannesbachklamm

Johannesbachklamm © ORF / Dieter Hampoelz

Die etwa einen Kilometer lange Johannesbachklamm in den Wiener Alpen bei Wien ist das ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel. Im Sommer ist es angenehm kühl, im Dezember gibt es einen stimmungsvollen Adventmarkt zwischen Brücken, Felsen und (mit etwas Glück) schneebedeckten Bäumen. Von Würflach aus ist die Klamm nach einem kurzen Spaziergang zu erreichen. Sie ist geprägt von dichtem Föhrenwald, kahlen Felswänden, die 60 Meter in die Tiefe stürzen und dem Johannesbach im Tal. Die Klamm ist seit 1902 für Besucher geöffnet. Brücken, Treppen und Holzstege laden zum Wandern ein. Am Anfang kann man sich bei der Klammwirtin (Klammgasse 383 in Würflach) entspannen. wuerflach.at; wieneralpen.at

Steinwandklamm
Türkenloch in der Steinwandklamm

Türkenloch in der Steinwandklamm © Wikimedia Commons

Die Karstklamm Steinwandklamm liegt 549 Meter über dem Meeresspiegel. Nach Regenfällen verwandelt sich der Klammbach in einen wilden Wasserlauf, was einen Besuch dann besonders spektakulär macht. Ein 11 Kilometer langer Rundweg mit Brücken und Stufen führt über die tosenden Wasserfälle. Links und rechts ragen Felswände empor, und an einer Stelle erreicht man das Türkenloch, eine Höhle, die man auf dem Weg zum Gasthaus Jagasitz auf 706 Metern Höhe mit Blick auf den Schneeberg durchwandert. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Flora und Fauna in der Schlucht. Der beste Startpunkt ist die Jausenstation Reischer in Furth.  steinwandklamm.at

Ötschergräben
Ötscher-Hias

Ötscher-Hias © FREN Media, Frits Roest

Die Ötschergräben in Niederösterreich sind Teil des Naturparks Ötscher-Tormäuer in Niederösterreich, ein Gebiet von 170 Quadratkilometern rund um den Ötscher. Die nicht allzu steile, wildromantische Klamm wird auch als „Grand Canyon“ Österreichs bezeichnet.

Lesen Sie hier unseren Bericht über eine Wanderung durch die Klamm, die 2011 zu Österreichs schönstem Wanderweg gewählt wurde.

Oberösterreich

Vogelgesangklamm
Vogelgesangklamm

Vogelgesangklamm © Wikimedia commons, Fonzie

Die 1.500 Meter lange Klamm in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel ist nach dem Gemeindearzt Dr. Moritz Vogelsang benannt, der als Präsident der örtlichen Alpenvereinssektion den Bau des Steges initiierte. Der Weg (350 Höhenmeter) führt über 500 Stein- und Holzstufen entlang des Fallbaches. Neben dem Eingang zur Klamm befindet sich eine Schwefelquelle. urlaubsregion-pyhrn-priel.at

Stillensteinklamm
Stillensteinklamm

Stillensteinklamm © Wikimedia Commons, Herzog von W4

Die Gießenbachklamm befindet sich in der Nähe von Grein an der Donau, liegt auf einer Höhe von 230 Metern über dem Meeresspiegel und ist etwa fünf Kilometer lang. Die Klamm wurde im 19. Jahrhundert mit Sprengstoff aufgeweitet, um Baumstämme zu transportieren. Heute führt ein Weg über Stufen und vorbei an kleinen Wasserfällen hinauf zu einem riesigen überhängenden Felsen (der teilweise begehbaren Steinernen Stube), wo der Bach in die Tiefe geht und das Geräusch verstummt; daher der Name Stillensteinklamm. Ein Stück weiter oben gurgelt das Wasser wieder an die Oberfläche und man kann ihm bis zu einem kleinen Stausee mit Sandbänken folgen. Die Klamm liegt am Donausteig und der Einstieg ist an der Jausenstation der  Gießenbachmühle. Von Grein aus gibt es auch einen Rundwanderweg von ca. 4 Stunden durch die Klamm. wanderung-stillensteinklamm-grein

Wolfsschlucht
Die Steinerne Wanne in der Wolfsschlucht

Die Steinerne Wanne in der Wolfsschlucht © wolfsschlucht.at

Seit 1997 führt ein rund 4 Kilometer langer Natur- und Kulturpfad durch die Wolfsschlucht bei Bad Kreuzen. Man kann ihn als Teil des Donausteigs begehen oder einfach nur einen kleinen Spaziergang machen. Bereits 1846 wurden nach den Lehren des Naturheilkundlers Vincenz Prießnitz die Wasserfälle zu Duschen und die natürlichen Wasserbecken zu Wellenbädern umgebaut. Im Jahr 1988 wurde ein solcher aus Granit gehauener „Badewannenstein“ wiederentdeckt. Von den ehemaligen Holzbauten in der „Heilklamm“ sind heute noch Fundamente und Löcher zu sehen, in denen Türpfosten stecken. Schilder mit den Aufschriften „Neptunshöhle“, „Greiner Duschen“ oder „Wiener-Wellen-Bäder“ zeugen von der einstigen Nutzung. Am besten parkt man bei der  Speckalm und wandert dann bergauf. Die Wanderung ist auch mit Kindern machbar. wolfsschlucht.at

Salzburgerland

Salzachöfen
Salzachöfen

Salzachöfen © FREN Media, Frits Roest

Bei Golling hat die Salzach diese achtzig Meter tiefe Schlucht zwischen Tennen- und Hagengebirge gegraben. Überall zwischen den zerklüfteten Felsen rauscht das Wasser der Salzach. Beeindruckend ist der „Dom“, ein imposanter Raum, der fast vollständig von Felsen umschlossen ist und ein „Fenster“ zur Wasserwildnis hat. Man kann die Schlucht auf verschiedene Weise erkunden, z. B. mit einem Führer, der Sie die letzten achthundert Meter an einem Stahlseil hängend hinuntergleiten lässt (der Flying Fox). Es gibt auch die Möglichkeit zum Canyoning. Ausgangspunkt ist der Pass Lueg mit dem gleichnamigen familiehotel. erlebnisschlucht.at

Seisenbergklamm
Seisenbergklamm

Seisenbergklamm © SalzburgerLand Tourismus

Bereits 1831 bauten Holzfäller einen schwimmenden Weg durch die 600 Meter lange Klamm in Weißbach bei Lofer im Pinzgau. Heute führen hölzerne Stege über das tosende Wasser des gleichnamigen Baches bei der rund einstündigen Expedition durch die wildromantische grün-türkisblaue Klamm, die den Eingang zum  Naturpark Weißbach bildet. naturgewalten.at

Liechtensteinklamm
Liechtensteinklamm

Liechtensteinklamm © Tourismusverband St. Johann in Salzburg

Die Liechtensteinklamm, eine der längsten und tiefsten Klammen der Alpen, liegt auf 4.000 Metern Höhe am Eingang des Großarltals in St. Johann im Pongau und beeindruckt mit ihren moosbewachsenen Steinen und den Sonnenstrahlen, die am späten Nachmittag Regenbögen im feinen Nebel der Wasserfälle erzeugen. Die größte Attraktion ist die Helix, eine Wendeltreppe aus Cortenstahl, die bis zu 30 m in die Tiefe führt und von der aus man das Naturschauspiel auf eine ganz besondere Art erleben kann. josalzburg.com

Sigmund-Thun-Klamm
Sigmund-Thun Klamm

Sigmund-Thun Klamm © Zell am See Kaprun Tourismus

Auf ihrer 320 Meter langen Strecke hat sich die Kapruner Ache bis zu 32 m tief in die Sigmund-Thun-Klamm gegraben und dabei markante Ebenen, Becken und Rinnen gebildet. Die nach dem ehemaligen Landeshauptmann Sigmund von Thun-Hohenstein benannte Klamm wurde bereits im 19. Jahrhundert für den Tourismus erschlossen. Heute führt ein Wanderweg über moderne Holzstege. Die familienfreundliche Wanderung lässt sich gut mit einem Besuch des Museum Kaprun (über die Geschichte Kapruns) in einem 400 Jahre alten Bauernhaus verbinden. klamm-kaprun.at

Kitzlochklamm
Kitzlochklamm

Kitzlochklamm © Tourismusverband Taxenbach

Zahlreiche idyllische Buchten, hoch aufragende Felswände, eine ehemalige Einsiedelei, eine spektakuläre Brücke und eine Aussichtsplattform auf halber Höhe machen die Kitzlochklamm zu einem geeigneten Ausflugsziel für die ganze Familie. Die von der Rauriser Ache geschliffene Klamm ist nach den Kitz benannt, die hier im Sommer Erfrischung suchten. taxenbach.at

Kärnten

Raggaschlucht
Raggaschlucht

Raggaschlucht © Kärnten Werbung, Emira Husidic

Die seit 1882 zugängliche Klamm im Mölltal ist mit 800 Metern Länge zwar eine der kürzesten Schluchten Österreichs, aber aufgrund ihrer Enge und Tiefe (bis zu 200 Meter) dennoch beeindruckend. Man wandert zwischen senkrecht stehenden Wänden und kann an manchen Stellen nicht einmal den Himmel sehen. Auf Informationstafeln entlang der etwa eineinhalbstündigen Route erfährt man mehr über die Entstehung und Geologie der Schlucht. Der Name leitet sich vom slowenischen Wort ‚Rak‘ (= Krebs) ab. In der Tat findet man im Ragga-Bach an ruhigen Stellen Flusskrebse. Vom Ausgang führt ein Schotterweg zurück zum Ausgangspunkt.  flattach.at/ragggaschlucht

Trögernerklamm
Trögerner Klamm

Trögerner Klamm © ORF/ Jürgen Lamprecht

Die Trögerner Klamm in Eisenkappel-Vellach (der südlichsten Gemeinde Kärntens) bietet ein buntes Mosaik aus kahlen, graugrünen Felsformationen, kristallklarem Wasser, einzigartiger Flora und Fauna und seltener Geologie. Nicht umsonst wurde die Klamm 2018 zum Europaschutzgebiet erklärt. Seit 1925 ist die Schlucht über eine asphaltierte Straße vollständig zugänglich und kann daher problemlos mit Kinderwagen oder Rollstuhl begehen werden. Von der Straße aus hat man immer die Möglichkeit, den steilen Hang zum Trögerner Bach hinunterzusteigen, zum baden an heißen Tagen, vor allem in den beckenartigen Strudeln (Gumpen). Etwas oberhalb der Trögerner Klamm, am Ende des Weges, steht eine kleine Bergkirche mit Friedhof. Der Blick auf das Koschutamassiv ist beeindruckend.  bad-eisenkappel.info

Garnitzenklamm
Garnitzenklamm

Garnitzenklamm © Wikimedia commons

Wer die 4,5 Kilometer lange Klamm südlich von Möderndorf im Gailtal (bei Hermagor) durchwandern will, muss fit sein. Hier wechseln sich tosende Wasserfälle mit smaragdgrünen Buchten, farbenprächtigen Felsformationen und in Jahrmillionen entstandenen Strudeln ab. Mehrere Routen führen durch die Klamm (von 40 Minuten bis 4 Stunden) über teils spektakuläre Kletterstrukturen.  garnitzenklamm.at

Tscheppaschlucht
Tscheppaschlucht

Tscheppaschlucht © Kärnten Werbung, Sigi Leitner

Die Tscheppaschlucht in der Gemeinde Ferlach, die vom Loiblbach gebildet wird, ist nicht nur für ihre sieben gurgelnden Wasserfälle bekannt, sondern auch für ihre Flora. Alpine Pflanzen und wärmeliebende Arten wachsen hier Seite an Seite. Einige sollen sogar die Eiszeit aufgrund des besonderen Klimas überlebt haben. Der Name „Tscheppa“ stammt aus dem Slowenischen und steht für einen und steht für einen felsigen Klemmblock, der einer Sage nach die Bergmassive des Ferlacher Horns und des Singerbergs auseinander hält und so die Schlucht bildet. Der Weg führt über mehrere Leitern, Stufen und Brücken. Höhepunkt ist der Tschauko-Wasserfall, den man über die Hängebrücke Teufelsbrücke bezwingt. tscheppaschlucht-ferlach.at

Vorarlberg

Üble Schlucht
Üble Schlucht

Üble Schlucht © ORF

Die rund 500 Meter lange und weitgehend unberührte Üble Schlucht liegt im Laternsertal und ist ein Europaschutzgebiet. Der Weg zu den Gewässern der Frutz, die durch die Schlucht fließt, erfordert einige Anstrengung. Es gibt viele Stufen und Treppen und es kann hier und da sehr rutschig sein. Außerdem muss man gelegentlich den Kopf einziehen, um nicht gegen einen Felsen zu stoßen. Unten angekommen, eröffnet sich eine neue Perspektive. Die Felswände in der Schlucht sind senkrecht und teilweise überhängend. Das Wasser stürzt mit hoher Geschwindigkeit von den Felsen und tost. Moose und Farne wachsen selbst an exponierten Stellen in den schroffen Kalksteinfelsen. Die Schlucht war früher eine wichtige Verbindung zwischen dem Laterns-Tal und dem Rheintal, aber für die Bewohner war die Straße schwer zu befahren und sehr gefährlich. Die Schlucht war auch ein schwieriger, enger Durchgang für die Holzfäller, die jahrhundertelang Holz über das Wasser ins Rheintal transportierten. Daher auch der Name Üble Schlucht. laterns.at

Bürser Schlucht
Bürser Schlucht

Bürser Schlucht © FREN Media. Frits Roest

Von Bludenz aus lohnt sich ein Ausflug in die nahe gelegene Bürser Schlucht. Sie gilt als eine der schönsten in den Alpen, auch dank ihres fast dschungelartigen Baumbewuchses. Am Rande der Stadt Bürs markiert ein „Tor“ zwischen steilen Felswänden den Eingang zur Schlucht. Hier fließt der Alvierbach, der die Schlucht gegraben hat, aus dem Brandnertal in Richtung Bludenz. Die vom Wasser mitgeführten rundkörnigen Steine wurden im Laufe der Jahrhunderte durch das kalkhaltige Sediment „vermauert“ und bildeten schließlich die porösen Felswände. Das eher seltene Gestein hat sogar eine eigene geologische Bezeichnung: Bürser Konglomerat. Der gut beschilderte Weg (4,6 km) führt entlang des anfangs noch breiten Baches, steigt und fällt dann jeweils zu einem Stegkomplex direkt über dem tosenden Wasser. vorarlberg-alpenregion.at

Dornbirner Schluchten
Rappenloch und Alplochschlucht

Rappenloch und Alplochschlucht © Studio Fasching / Dornbirn Tourismus Stadtmarketing GmbH

Das Rappenloch und die Alplochschlucht bei Dornbirn zählen mit ihren spektakulären Felswänden, engen Bergpfaden, Tunneln, Steilstufen und Wasserfällen zu den eindrucksvollsten Schluchten der Ostalpen. Zwischen den beiden Schluchten liegt auf 600 Metern Höhe der Stausee Staufensee, den man umrunden kann.   rappenloch.at

Burgenland

Willersdorfer Schlucht
Willersdorfer Schlucht

Willersdorfer Schlucht © ORF

Versteckt zwischen dicht bewaldeten Hängen plätschert der Willersbach durch eine malerische Auenlandschaft im Grenzgebiet von Niederösterreich, Burgenland und Steiermark. Am Dreiländerstein, dem Schnittpunkt der drei Bundesländer, beginnt die Willersdorfer Klamm, die sich über fünf Kilometer bis zur Ortschaft Willersdorf in der Gemeinde Oberschützen erstreckt. Die Schlucht ist nicht steil und kann gut zu Fuß erkundet werden. willesdorferschlucht

Schlucht wandern: Do’s und Dont’s

Eine Schlucht ist nicht gleich die andere. In manchen Schluchten sind die Wanderwege steil und alpin und erfordern eine gute Kondition, in anderen wandert man weitgehend im Tal. In manchen Schluchten gibt es Stege, Treppen und Geländer. Andernorts ist die Natur weitgehend sich selbst überlassen und man wandert auf Felsen, Steinen und Waldwegen. Einige Schluchten sind familienfreundlich und auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl zugänglich. In jeder Schlucht ist auch im Sommer wegen der Feuchtigkeit auf Wegen, Treppen und Brücken Vorsicht geboten. Die Gefahr des Ausrutschens ist hoch und (Berg-)Schuhe mit gutem Profil werden immer empfohlen. Die einzelnen Websites geben weitere Informationen, auch über Öffnungszeiten (oft nur in den Sommermonaten) und eventuelle Eintrittspreise – die wegen der notwendigen Instandhaltung von (Steg-)Brücken und Geländern erhoben werden.

Technisches Museum Wien © TMW
Tierwelt Herberstein - Eingang
Marchfelder Schlösserreich
Burg Laudeck
Unterirdischer See im Salzbergwerk© C. Kossmann
Stift Stams
Donauturm
Franzensburg
Kaiservilla
Naturpark Neusiedler See Leithagebirge
Festung Nauders
Donau zwischen Wien und Hainburg
Palmenhaus Schönbrunn
Goldenes Dachl
Panda im Tiergarten Schönbrunn
Wiener Staatsoper© Wien Werbung
Rattenberg
Schloss Grafenegg© Alexander Haiden
Hofkirche mit den schwarzen Mandern
Museum Tiroler Bauernhöfe
Schloss Ambras
Carnuntum - Villa Urbana
Burg Hochosterwitz© Wikimedia Commons / Arcomonte26
Schloss Hof
Schloss Eckartsau
© Christian Stemper 2012