Villach

Zwischen Bergen und Seen

Text: Emely Nobis / Bild: Frits Roest

Villach, die zweitgrößte Stadt Kärntens, ist von Bergen und Seen umgeben. Vom Stadtzentrum aus sind Sie innerhalb von fünfzehn Minuten in der Natur. Zum Teil macht diese Kombination einen Aufenthalt hier so attraktiv. Städtereise mit Extras.

Hauptplatz Villach

Hauptplatz Villach

Wir gehen vom Villacher Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt, überqueren die Drau und bleiben am Ende des zweihundert Meter langen Hauptplatzes stehen. Stadtführerin Lisa Stampfer erzählt uns, dass der Platz achtmal so lang wie breit ist. „Diese Proportionen sieht man oft auf Plätzen, die im Mittelalter angelegt wurden“, sagt sie. „Es bedeutete Seh- und Hörweite. Wenn jemand Sie an einem Ende anschrie, konnten Sie es am anderen Ende noch gut hören“.

Hauptplatz Villach

Hauptplatz Villach

Der Hauptplatz ist seit 1988 autofrei und ist das pulsierende Herz von Villach, mit Geschäften, Hotels, Cafés und Restaurants auf beiden Seiten mit Fassaden in verschiedenen Pastelltönen. Im Sommer flanieren Fußgänger und Radfahrer zwischen den Terrassen und Blumenkästen. Zwischen den Gebäuden durch, führen Gassen zu weiteren Plätzen. Auch diese sind ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadt, ebenso wie der strategisch platzierte Pranger in der Nähe der Drau. Fast jeder, der die Stadt besuchte, kam dann an dieser fast drei Meter hohen Foltersäule vorbei. In jeder der drei Nischen konnte eine bestrafte Person angekettet werden, z.B. mit einer abgetrennten Hand oder einem abgetrennten Ohr. Als der Stein um 1800 seine Funktion verloren hatte, wurde er in die Schutzmauer eingebettet, die damals entlang des Drauufers errichtet wurde. Sie verschwand im Untergrund und geriet in Vergessenheit, bis sie 1960 beim Bau einer neuen Brücke mehr oder weniger unbeschädigt wieder auftauchte. Die auf dem Platz ist übrigens eine Kopie. Das Original aus dem Jahr 1500 befindet sich im Stadtmuseum.

Slawen und Bajuwaren

Dreifaltigkeitssäule

Wenn wir weiter über den Hauptplatz gehen, kommen wir an der Dreifaltigkeitssäule von 1739 vorbei. Maria und der Pestheilige Rochus sind mit einem vergoldeten Heiligenschein geschmückt. Auch über ihren Köpfen hängt ein goldener Heiligenschein, als ob es ein Regenschirm wäre. Am Fuße der Säule ruht St. Florian, der Schutzpatron der Feuerwehr. Etwas weiter oberhalb steht die Pfarrkirche St. Jakob. Der Turm dieser Kirche ist mit 94 Metern der höchste in Kärnten. Nachdem wir ein paar Euro in einen Geldkasten geworfen haben, können wir durch die Schwingtore am Eingang gehen und die 239 teils steinerne, teils hölzerne Stufen zum ehemaligen Wohnhaus des Turmwärters hinaufsteigen. Vom Balkon in 48,84 Meter Höhe blicken wir über die Dächer von Villach und die umliegende Landschaft mit Drau und Gebirge.

„Der Charakter Villachs wurde durch seine Lage am Dreiländereck Italien, Slowenien und Österreich geprägt“, erklärt Stampfer. „Schon zu Zeiten der Römer lagen wir an dem Weg von Italien in die Ostalpen und wahrscheinlich gab es hier einen Rastplatz namens Santicum. Wir sind nach wie vor die italienischste Stadt Österreichs. Auf unseren Märkten gibt es viele italienische Händler und auf unseren Straßen hört man viel Italienisch. Die italienische Lebendigkeit liegt auch in unserem Charakter.“

Dreifaltigkeitssäule Details

Dreifaltigkeitssäule Details

Um 600 n.C. siedelten sich slawische Stämme in der Region an und bis 830 war Villach Teil des slawischen Fürstentums Karantanien. „Deshalb haben wir teils slawische Wurzeln und eine slawische Melancholie.“

Als die Slawen 740 von den Awaren, einem Steppenvolk aus Mitteleuropa, angegriffen wurden, riefen sie die Bajuwaren zu Hilfe. Sie kamen, blieben und machten Villach zu einem bayerischen Herzogtum. Stampfer: „Man könnte sagen, dass sie neben dem Christentum eine gewisse Ordnung und Regelmäßigkeit nach Villach gebracht haben.“

Protestantismus

Pranger

Pranger

Im Jahre 1007 ging Villach in den Besitz des deutschen Fürstentums Bamberg über. Dies war der Beginn einer Periode wirtschaftlichen Wohlstands, vor allem dank eines umfassenden Privilegs aus dem Jahr 1060 mit Rechts-, Zoll-, Währungs- und Marktrechten. Im Jahr 1240 wurde Villach ebenfalls zur Stadt erhoben. Selbstverständlich flossen alle Zolleinnahmen an die Bamberger Fürstbischöfe. Das trug dazu bei, dass sich viele Villacher Kaufleute während der Reformation von der katholischen Kirche abwandten. Als sie sich dann während der Gegenreformation weigerten, dem protestantischen Glauben abzuschwören, waren sie gezwungen, die Stadt zu verlassen und ihre minderjährigen Kinder zurückzulassen. Stampfer: „Als die Gegenreformation 1628 abgeschlossen war, war Villach wieder vollständig katholisch, aber der Abzug der Kaufleute ließ die Wirtschaft zusammenbrechen. Die Bischöfe von Bamberg versuchten der Stadt u.a. mit Steuervorteilen zu helfen, verkauften aber schließlich ihren gesamten Besitz in Kärnten an Kaiserin Maria Theresia. Das war 1759. Erst dann wurde Villach Teil Österreichs.“

52 Luftangriffe

Draubrücke

Draubrücke

Obwohl Villach eine lange Geschichte hat, sieht man vom Kirchturm aus deutlich, dass es außer dem Hauptplatz relativ wenig historische Gebäude gibt. Die alte Stadtmauer wurde bereits in der napoleonischen Ära abgerissen, als Villach zwischen 1809 und 1813 zu den französischen Illyrischen Provinzen gehörte. Die größten Schäden wurden jedoch während des Zweiten Weltkriegs verursacht. Nach Wiener Neustadt (wo die Flugzeugindustrie angesiedelt war) war Villach die am meisten bombardierte Stadt Österreichs. „Das lag an der strategischen Grenzlage“, so Stampfer. „Die Alliierten hofften, die Lieferung von Kriegsgerät an die italienische Front durch die Zerstörung der Eisenbahnbrücke über die Drau zu stoppen.“

Kongresszentrum

Kongresszentrum

Die Brücke wurde zwar nicht getroffen, aber bei nicht weniger als 52 Luftangriffen kamen etwa dreihundert Einwohner ums Leben und dreizehnhundert Gebäude (etwa 85 Prozent aller Gebäude) wurden zerstört oder schwer beschädigt. Auch das alte Rathaus ging verloren und wurde nie wieder aufgebaut. Zum Glück hat Villach noch genug zu bieten. Sowohl für Einheimische als auch für Touristen ist die Nähe von viel Natur ein großer Vorteil. Nördlich der Stadt liegen die sonnigen Gerlitzen und die Verditz, Teil der Nockbergen. Im Süden liegt der Naturpark Dobratsch mit zahlreichen Wanderwegen; dahinter liegen die Karawanken und die Karnischen Alpen mit dem dazwischen liegenden imposanten Mittagskogel. Neun Seen in der Umgebung, wie der Faaker See und der Ossiacher See, bieten viel Badespaß. Auch der Drauradweg führt quer durch Villach.

Dobratch?

Drau, im Hintergrund der Mittagskogel

Dieser Fluss sorgte früher regelmäßig für Überschwemmungen und es war damals unmöglich, direkt am Wasser entlang zu radeln. Markierungen an verschiedenen Stellen in der Stadt zeigen, wie hoch das Wasser bei verschiedenen Überschwemmungen stand. Aus diesem Grund wurde das Flussbett 1981 um fast vier Meter vertieft, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Überschwemmung heute praktisch gleich Null ist. Anschließend wurde der Fahrradweg entlang der Wasserkante angelegt, wodurch ein Entspannungsbereich mit Liegestühlen, Geschäften und Restaurants an den Ufern entstand. „Es hat die Stadt aufgemöbelt“, bemerkt Stampfer.

Stein- und Kesselbier

Franziskus vor dem Brauhof

Franziskus vor dem Brauhof

Die Villacher Brauerei in der Innenstadt zwischen Bahnhof und Hauptplatz bietet eine Verbindung zum historischen Villach. Schon im Mittelalter durften die Villacher Bürger ihr eigenes Bier brauen: damals wohl gesünder als das stark verschmutzte Wasser. Um 1750 gab es in Villach rund zwanzig kleine Steinbier-Brauereien, so genannt wegen der bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Kärnten besonders verbreiteten Herstellungsweise. Steinbier wurde nicht in einem Braukessel, sondern in Holzfässern gekocht. Der Name bezieht sich auf Steine, die über offenem Feuer erhitzt und dann in den Fässern auf die Würze gelegt wurden, um sie zum Kochen zu bringen. Der direkte Kontakt der Würze mit den heißen Steinen verlieh dem Bier einen rauchigen Geschmack.

Das mittelgroße Villacher, die einzige verbliebene Brauerei in der Stadt, geht auf die Steinbier-Brauerei Fischer zurück. Diese wurde zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahr 1738 erwähnt. Als Johann Fischer 1858 das Ruder dieser Firma übernahm, wechselte er sofort zum Brauen in Kesseln. Wegen dieser neuen Brauweise betrachtet das heutige Villacher 1858 als das eigentliche Geburtsjahr. Im Jahr 1900 wurde der Name Fischer in Villacher geändert. Seither darf die Brauerei in ihrem Logo auch das Wappen der Stadt – eine Adlerkralle – führen.

Wir nehmen an einer Brauereiführung teil und probieren anschließend natürlich die verschiedenen Hausbiere im Brauhof, dem Biergarten gleich nebenan. Das Villacher Dunkel mit seinem Geschmack nach geröstetem Malz kommt dem ehemaligen Steinbier wohl am nächsten. Es schmeckt nach mehr. Genau wie Villach.

Skulpturen-Strecke

Da Villach relativ wenig historische Gebäude besitzt, will die Stadt zeitgenössische Denkmäler mit Skulpturen schaffen. Diese sechs Skulpturen befinden sich zwischen dem Bahnhof und der Pfarrkirche.

Franz von Assisi

Wenn Sie vom Villacher Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt gehen, erreichen Sie nach dreihundert Metern den Nikolaiplatz vor der neugotischen Nikolaikirche. Sie steht unter der pastoralen Obhut des örtlichen Franziskanerklosters. Daher die Statue des heiligen Franz von Assisi auf dem Platz vor der Kirche (Foto oben). Sie wurde von dem international bekannten österreichischen Architekten und Bildhauer Jos Pirkner (1927) geschaffen.

Steinadler

Der imposante Bronzevogel auf dem oberen Kirchplatz nahe der Pfarrkirche St. Jakob bezieht sich auf das Stadtwappen von Villach: ein gelbes Feld mit einer schwarzen Adlerkralle darauf, die auf einem Berggipfel zu landen scheint. Das Motiv ist wahrscheinlich von dem Wappen des Bamberger Bischofs Ekbert von Andech abgeleitet.

Trachtenpärchen

Trachtenpärchen

Trachtenpärchen

Vor dem Parkcafé auf dem 8.-Mai-Platz treffen Sie auf ein Paar in traditioneller Tracht. Die von dem österreichischen Künstler Egon Gruber geschaffene Skulptur wurde 2008 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Villacher Bauerngman, einer Wohltätigkeitsorganisation, die den jährlichen Kirchtag organisiert, aufgestellt (siehe Veranstaltungen).

Narr

Diese Statue an der Ecke neben der Konditorei Bernold nahe der Stadtbrücke über die Drau ist ein Symbol des Villacher Faschings (siehe Veranstaltungen). Sowohl der Narr als auch der Steinadler sind Werke des deutschen Künstlers Roland Greis.

Bierbrauer

An der Ecke Klagenfurter Straße/Bahnhofstraße posiert seit 2014 ein Braumeister mit einem Krug schäumendes Bier in der Hand neben einem Fass Bier. Er ist eine Schöpfung des deutschen Künstlers Friedhelm Zilly und bezieht sich natürlich auf die Villacher Brautradition.

Feuerwehrmann

Der 1,80 Meter lange Feuerwehrmann mit Feuerwehrschlauch auf dem Hans-Gasser-Platz steht vor dem monumentalen Gebäude (Nummer 5), in dem sich bis 1993 die Hauptfeuerwache befand.  Die Statue aus dem Jahr 2017 wurde von dem Österreicher Georg Mühlegger geschaffen.

Schloss Landskron und Affenberg

Raubvogelschau

Raubvogelschau

Auf einem Felsplateau nordöstlich von Villach liegt die imposante Burgruine Landskron, deren Teile aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammen. Ein Besuch des Schlosses ist ein schöner (Familien-)Ausflug. In der Adler-Arena können Sie täglich Flugvorführungen mit Greifvögeln und Eulen besuchen. Mit etwas Glück werden Sie Fritzi und Bruno fliegen sehen. Ausgestattet mit Minikameras machten sie 360-Grad-Aufnahmen der Region Villach aus der Vogelperspektive, die online betrachtet werden können. Für einen fantastischen Ausblick auf Villach und Umgebung empfiehlt sich ein Mittagessen auf der Panoramaterrasse des Schlossrestaurants.

Affenberg

Makaken

Schloss Landskron ist von Ende Mai bis Ende September geöffnet. Schloßbergweg 30,  burg-landskron.at

Die Adler-Arena bietet ab Ende April und Ende Oktober täglich (mehrere) Flugschaus an. Zeiten und Tickets: adlerarena.com

In der Nähe des Schlosses befindet sich der schöne Tierpark Affenberg. Die einhundertfünfzig japanischen Makaken, die dort leben, streifen frei umher. Aus diesem Grund können Sie den Park nur während einer der (häufigen) Führungen besuchen.

Führungen auf dem Affenberg (Schloßbergweg 28) werden von Anfang April bis Anfang November angeboten. Zeiten und Tickets: affenberg.com

Villach und Umgebung aus der Perspektive der Adler Fritzi und Bruno?  Sehen Sie sich den Film hier an.

Hausberg Dobratsch

Der Villacher Hausberg Dobratsch ist ein Naturpark mit zahlreichen (seltenen) Tieren und Pflanzen, darunter 150 Vogel- und 1400 Schmetterlingsarten. Der schnellste und schönste Weg durch den Naturpark ist die 16,5 km lange Panoramastraße Villacher Alpenstraße mit elf Parkplätzen an Aussichtspunkten an der Strecke. Vom P2 (862 Meter) hat man einen Blick über die Stadt Villach und vom P3 kann man die Burgruine Finkenstein sehen. P6 (Rote Wand) bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Berge von den Julischen Alpen bis zu den Karawanken, auf die Gipfel Italiens und Sloweniens und auf mehrere Bergseen.

Aussicht vom Dobratch

Aussicht vom Dobratch


Alpengarten

Alpengarten

Sie können auch den Alpengarten besuchen, einen botanischen Garten mit rund achthundert verschiedenen Alpenblumen und -pflanzen aus drei Klimazonen. Auf dem Parkplatz Nr. 11 (Rosstratte) in 1723 m Höhe finden Sie einen Geo-Lehrpfad, Sitzbänke und das Kunstwerk Sonnenwege: ein Sonnenobservatorium mit Sonnenuhr und Monolithen. Das Bergrestaurant Rosstratten-stüberl serviert Kärntner Spezialitäten. Der Gipfel des Dobratsch mit dem Gipfelhaus und zwei Wallfahrtskirchen ist zu Fuß in etwa 90 Minuten zu erreichen.

Die Villacher Alpenstraße ist eine gebührenpflichtige Straße. villacher-alpenstrasse.at

Dobratsch: naturparkdobratsch.at

Der Alpengarten kann von Anfang Juni bis Ende August besucht werden.

Rosstrattenstüberl: rosstratte.at

Rosstratten

Rosstratten

Tipps & Adressen

Allgemein

Villach (60.000 Einwohner), die zweitgrößte Stadt Kärntens, liegt am Schnittpunkt des Gailtals und Drautals am Fuße der Villacher Alpen. Die Stadt ist mit dem Auto über München und Salzburg über die Tauernautobahn (A10) zu erreichen. Villach hat einen internationalen Bahnhof. Der nächstgelegene Flughafen ist Klagenfurt.

Führungen

Die Stadtführungen beginnen jeden Freitag um 10 Uhr im Tourismusbüro. Jeden Mittwochnachmittag um 16.00 Uhr gibt es thematische Führungen, zum Beispiel zur Brauereigeschichte der Stadt.  Weitere Informationen, auch über Zugänglichkeit, Unterkunft, Gastronomie, Veranstaltungen usw.: Tourismusverband Villach, Bahnhofstraße 3, visitvillach.at

Führungen sind kostenlos mit der Erlebnis CARD Villach, die Sie erhalten, wenn Sie bei einem der angeschlossenen Betriebe übernachten: card.visitvillach.at

Individuelle Führungen durch zertifizierte Führer: kaernten-guide.at

Viele Sehenswürdigkeiten in Villach und Umgebung sind mit der Kärnten Card kostenlos oder ermäßigt zugänglich. Informationen und Preise: kaerntencard.at

Sowohl der Alpe-Adria-Radweg als der Drauradweg kommen durch Villach und es bietet sich hier ein Aufenthalt an. drauradweg.com, alpe-adria-radweg.com

Nächtigen

Palais 26

Boutique-Hotel in einem ehemaligen Stadtpalais aus dem 16. Jahrhundert, in dem einst Fürsten wie Karl V. und Maria Theresia übernachteten. In der Eingangshalle noch die ursprüngliche gotische Gewölbedecke und im ehemaligen Stall heute ein trendy Café. Das Hotel in der Fußgängerzone wurde 2019 komplett renoviert. Modern-puristisch eingerichtete Räume mit historischen Details. Hauptplatz 26, palais26.at

Essen & Trinken

Brauhof Villach
Villacher Braugasthof

Villacher Brauhof

Braugasthof der Villacher Brauerei mit der schönsten Terrasse der Stadt: ein Hofgarten unter Kastanienbäumen. Klassisch österreichische Küche und ausgezeichnete Hausbiere wie Zwickl, Franzi, Märzen und das alkoholfreie Freilich. Bahnhofstraße 8, villacherbrauhof.at

Charles

Traditionell modern: So lautet das Motto dieses Restaurants im Hotel Palais 26 im Herzen von Villach. Trendige Ausstrahlung, zeitgemäßes Essen und exzellenter Service. Im Sommer empfiehlt sich die Terrasse auf dem autofreien Hauptplatz, auch für einen späten Cocktail auf einer der Fensterbänke. Hauptplatz 26, palais26.at

La Gondela

Hier können Sie das italienische Flair von Villach schmecken. Das Restaurant liegt etwas versteckt am Ende einer Gasse am Hauptplatz, ist stilvoll mit viel Holz eingerichtet und verfügt über eine kleine, aber feine Terrasse. Authentisch italienische Gerichte. Hauptplatz 19, lagondola-villach.at

Stern
Stern

Stern

Moderne und gemütliche Lunch-Bar auf dem Hans-Gasser-Platz. Ein Treffpunkt für Jung und Alt, insbesondere an Markttagen. Auf der Speisekarte ist für jeden etwas dabei: auch die notwendige vegetarische und vegane Auswahl. Stern hat zwei weitere Lokale in Villach: ein Burger- und Steakrestaurant und eine Café-Bar im Einkaufszentrum Atrio. Hans-Gasser-Platz 9, stern-villach.com

Konditorei Bernold

Familienbetrieb in dritter Generation, direkt neben der Draubrücke. Sowohl innen (dank der großen Fenster) als auch auf der Terrasse blickt man auf den Fluss und die Villacher Innenstadt. Große Auswahl an hausgemachtem Eis und Gebäck. Nikolaiplatz 2, bernold.co.at

Park-Café

Parkcafe

Der Ort für ein stilvolles Frühstück oder Mittagessen/Brunch. Ausgestattet mit Wohnzimmerflair und einer schönen Terrasse auf der Parkseite. Moritschstraße 2, parkcafe.at

Imbiss Hanschur

Schmackhafte Imbissbude. Das ‚Imbiss‘ ist bekannt für seine Wurst- und Leberkässpezialitäten (Fleischwurst). Hauptplatz 31, hanschur.at

Einkaufen

Biomarkt

Biomarkt

Jeden Mittwoch und Samstag von 7.00 bis 13.00 Uhr findet auf der Draulände (entlang der Drau) ein Wochenmarkt und jeden Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr ein Biomarkt auf dem Hans-Gasser-Platz statt, mit regionalen Spezialitäten aus Kärnten und Italien. Einmal im Jahr findet außerdem ein großer Keramikmarkt im Stadtzentrum statt, an dem Keramiker aus ganz Europa teilnehmen.

Rettl
Thomas Rettl

Thomas Rettl © Nina Hader

Thomas Rettl, der heutige Inhaber dieses Mode- und Kostümunternehmens mit 150-jähriger Tradition, ist der Erfinder des Kärntner ‚Schottenkaros‘ und des Kärntner Kilts und hat Kunden in der ganzen Welt, darunter britische Royals wie William, Kate und Harry. Freihausgasse 12, rettl.com

Pleamle

Pleamle sind von Hand gestickte rot-grüne Blumen mit jeweils 111 Stichen. Das gleichnamige Villacher Label stickt sie auf Trachten, aber auch auf Polos und T-Shirts unter dem Motto ‚Kostüm trifft Lifestyle‘. Im Geschäft können Sie auch mit Pleamle verzierte Tassen, Schürzen und mehr kaufen. Gerbergasse 3, pleamle-shop.com

Sehen & Erleben

Stadtmuseum
Paracelsus

Paracelsus – Sohn und Vater

Das Stadtmuseum beleuchtet die Geschichte Villachs, zeigt bildende Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart und verfügt über eine alljährlich in den Sommermonaten wechselnde Ausstellung. Ein eigener Raum ist dem Arzt und Theologen Paracelsus gewidmet, der in Villach aufgewachsen ist und als Begründer der medizinischen Alchemie gilt. An der Fassade des Hauses, in dem er aufgewachsen ist, befinden sich Gedenktafeln mit Porträts von Paracelsus und seinem Vater (ebenfalls Arzt). Dieser Paracelsushof ist auch wegen der schönen Renaissance-Arkadenbögen einen Besuch wert. Museum: Wildmanngasse 38, villach.at

St. Jakobskirche
Jakobskirche Jesse

Jakobskirche: Jesse am Fusse des Kanzels

Von der ursprünglichen romanischen Basilika aus dem Jahr 1126 ist an dieser Stelle nach einem Erdbeben im Jahr 1348 nichts mehr erhalten geblieben. Danach wurden mehr als hundert Jahre an der heutigen gotischen dreischiffigen Hallenkirche gebaut. Das Innere ist (wiederum nach Erdbeben) teilweise barock. Sehenswert ist der reich verzierte hölzerne Hochaltar. Die steinerne Kanzel an einem der Pfeiler stammt aus dem Jahr 1555 und ist eine Reliquie aus der Zeit, als diese katholische Kirche vorübergehend protestantisch war (von 1526 bis 1594). Der 94 Meter hohe Kirchturm kann nur im Sommer bestiegen werden.  Die Stufen sind relativ breit, mit Ausnahme des letzten Stückes: die schmale Wendeltreppe ‚Schneckenstiege‘. Ein Ampelsystem sorgt dafür, dass sich auf- und absteigende Besucher nicht in die Quere kommen. Kostenlos mit der Kärntner Card. Informationen und Öffnungszeiten: villach.at

Brauerei Villacher
Villacher

Villacher

Bei einer Brauereiführung verfolgen Sie den Weg des Bieres: von der Anlieferung der Rohstoffe über den Brauprozess bis zur Abfüllung der Flaschen mit anschließender Verkostung in der brauereieigenen Braugaststätte. Villacher ist eine der modernsten Brauereien Österreichs. 3200 Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern genügend Energie für die Bierproduktion. Brauhausgasse 6, villacher.com

Kärntner Relief
Relief Kärnten

Relief Kärnten © Museum Villach

Liebhaber von Reliefmodellen können eine dreidimensionale Darstellung des Landes Kärnten in einem Maßstab 1:10.000 (dreidimensional auf 182 m²) bestaunen. Sie wurde bereits 1913 gebaut und ist bis heute die größte Landschaftsplastik in Europa. Seit einigen Jahren werden Ton-, Bild- und Lichteffekte für ein 3D-Erlebnis hinzugefügt. Es hebt Flüsse, Täler und das Straßennetz hervor. Das Relief wird regelmäßig mit Filmen über die Geschichte Kärntens oder beispielsweise die Biertradition bespielt. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober. Peraustrasse 14 im Schillerpark. Freier Eintritt mit der Kärntner Karte. Informationen und Öffnungszeiten: villach.at

Segeln & Schwimmen

Ein Bad im Faaker See oder im Ossiacher See nehmen? Von Villach aus können Sie das Schiff nehmen, wenn Sie es wünschen. Die Boote legen in den Sommermonaten von der Anlegestelle am Kongresszentrum ab. Informationen, Fahrpläne und Preise: drau-schiffahrt.at

Veranstaltungen

Villacher Kirchtag

Jeden ersten Samstag im August und in der Woche davor findet der Villacher Kirchtag statt, das größte traditionelle Fest Österreichs mit Jahrmarkt, Kostümumzug und Musik auf verschiedenen Bühnen. Der Kirchtag wird seit 1936 (mit Ausnahme der Kriegsjahre) vom Villacher Bauerngman, einer gemeinnützigen Organisation von und für Villacher organisiert: villacherkirchtag.at

 Villacher Fasching

In Villach wird Fasching groß gefeiert. Besonders am Faschingssamstag kommen jedes Jahr Zehntausende von Besuchern in die Stadt, um die Parade mit hundertfünfzig Wagen / Gruppen und über dreitausend Narren zu sehen. villacher-fasching.at

Fronleichnam
Goldhauben

Villacher Frauen mit Goldhauben bei der Fronleichnamsprozession

Am Fronleichnam, dem zweiten Donnerstag nach Pfingsten, zieht eine lange Prozession der Gläubigen von der Kirche St. Nikolai zur Pfarrkirche St. Jakob. Nicht zuletzt dank der festlichen Trachtenkleider vieler Teilnehmer und der musikalischen Begleitung durch die Stadtkapelle ist die Prozession durch die Hauptstraße sehenswert.

Küchenkult

Höhepunkt des kulinarischen Jahres ist die sogenannte ‚Lange Tafel‘, die jeden Sommer auf der Brücke über die Drau gedeckt wird und an der rund 160 Gäste zu einem Gourmetessen von Spitzenköchen aus der Region Platz nehmen können. Es ist Teil des Küchenkult-Festivals mit verschiedenen Veranstaltungen in der ganzen Region.  kuechenkult.at

Carinthischer Sommer

Jährliches Musikfestival für klassische Musik, Jazz und Crossover im Juli und August. An verschiedenen Standorten in Ossiach und Villach. Informationen und Eintrittskarten: carinthischersommer.at

Hauptplatz Villach
©anja koehler | andereart.de
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