Bregenzerwald

Einzigartige Holzarchitektur

Text: Emely Nobis / Bild: Frits Roest

Der Bregenzerwald ist viel mehr als nur eine Alpenregion mit Bergen, Wiesen und Wäldern. Kaum irgendwo in Europa sieht man so viele Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und sogar Bushaltestellen aus Holz in einer einzigartigen Kreuzung zwischen traditioneller und moderner Architektur.

Moorhaus

Feuerwehr Reuthe

Im Bregenzerwald werden Sie sich weder als Natur- noch Architekturliebhaber langweilen. Wenn man zum ersten Mal ins Tal fährt, ist die Idylle fast zu schön, um wahr zu sein. Die vielen Holzhäuser und Hotels mit Blumenkästen an den Fassaden, die gepflegten Gärten, die Wiesen (hier Alpen genannt) mit schönen braunen Kühen, die Berge, die Wälder … und als ob das noch nicht genug wäre, sehen wir regelmäßig spannende moderne Gebäude aus Holz und Glas neben traditionellen Bauernhöfen. Sie kontrastiert und harmonisiert zugleich: Hier respektieren Alt und Neu einander.

Altes Holzhaus

Aber das war nicht immer der Fall, wie die Fremdenführerin Marion Maier weiß. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren fast alle Häuser im Bregenzerwald tatsächlich aus Holz. Nur Schulen, Kirchen und andere öffentliche Gebäude wurden in der Regel aus Stein gebaut. Als ab Mitte des letzten Jahrhunderts Holz als Heizmaterial durch fossile Brennstoffe verdrängt wurde, galt Holz bald als weniger wertvoll. „Ein ordentliches Haus ist ein Steinhaus“, sagten die Leute. Diejenigen, die Geld hatten, bauten mit Beton und Ziegelsteinen.

Alpine Architektur

Modernes Holzhaus

Die Trendwende kam in den 1980er Jahren, als junge Architekten aus Vorarlberg nach ihrem Studium in Wien in ihre Heimatregion zurückkehrten. Ihre innovativen Ideen prallten mit denen der etablierten Architekturkammer zusammen. Deshalb gründeten sie einen eigenen Verein: die Neue Vorarlberger Bauschule. Sie reisten nach Skandinavien, um sich inspirieren zu lassen und wurden bald zur treibenden Kraft hinter einer neuen alpinen Architektur: eine nachhaltige Bauweise mit viel Holz und Glas, die zu der Region passt und doch nicht traditionell alpin ist.

Handwerker folgten in ihrem Kielwasser. Der Möbelmacher Markus Faißt aus Hittisau war einer der ersten, der nur mit Holz aus seiner Region arbeitete. „Am Anfang wurde er ausgelacht“, sagt Maier. „Das Holz wurde allgemein aus Kanada und Sibirien importiert und unsere eigenen Weißtannen wurden ignoriert. Das war teilweise verständlich, denn die Arbeit mit dem Holz dieses Baumes erfordert viel Wissen und Erfahrung. Aber wenn man das Handwerk beherrscht, ist es ein schönes Material, weil es nicht vergilbt und keine Harzkanäle hat.“

Werkraumhaus

Im Jahr 1999 gehörte Faißt zu den Gründern des Werkraum Bregenzerwald, einer Partnerschaft von fast neunzig Handwerkern und Designern, die sich auf nachhaltiges und innovatives Design spezialisiert haben. Damit traten sie in die Fußstapfen ihrer Kollegen aus dem 17. Jahrhundert, als etwa sechshundert Handwerker aus dem Dorf Au und Umgebung sich auf den Bau von Barockkirchen spezialisierten. Als Kollektiv gelang es dieser „Auer Zunft“, bedeutende Aufträge für Kirchen und andere Gebäude rund um den Bodensee zu gewinnen. Wie damals ist man sich im Bregenzerwald bewusst, dass man durch Zusammenarbeit mehr Schlagkraft hat. Bei Bauprojekten ist es heutzutage sehr üblich, dass Architekten, Handwerker und Designer ihre Kräfte bündeln.

Umgänge: architektonische Spaziergänge

Schaupfahl

Wer die Architektur der Bregenzerwälder erkunden will, findet in den sogenannten Umgängen einen Halt: 1,5 bis 4 stündige Wanderwege, die in zwölf der Dörfer angelegt wurden. Mit einer Karte gehen Sie an den wichtigsten historischen und modernen Gebäuden vorbei. Achten Sie bei jeder Station besonders auf etwaige verrostete Posten. Betrachtet man sie von oben und drückt gleichzeitig den Knopf an der Seite, so leuchtet innen – wie bei einem altmodischen ‚Viewmaster‘ – eine Zeichnung des betreffenden Objekts mit einigen Hintergrundinformationen auf. Die Umgänge können auch zu wechselnden Tagen und Uhrzeiten mit Führer gebucht werden.

Frauenmuseum

Marion Maier führt uns entlang der Route in Hittisau. Im Jahr 2000 wurde in diesem Dorf das erste moderne hölzerne Regierungsgebäude Vorarlbergs errichtet, das seither mit verschiedenen Architekturpreisen ausgezeichnet wurde. Die Feuerwache im Erdgeschoss besteht aus funktionellem Stahl, Glas und Beton. Als radikaler Kontrast dazu beherbergt ein großer Kubus aus Holz und Glas auf diesem Fundament die Musikkapelle und das Frauenmuseum. Hier sind die Wände, die Decke und der Boden aus unbehandeltem Weißtannenholz gefertigt. Die Glasfassade vor dem Frauenmuseum überblickt das Dorf. Die Fenster auf der Rückseite liegen am Waldrand und verbinden die Natur auf schöne Weise mit dem Gebäude.

Schindel

Altes Holzhaus mit ‚Augen‘

Vom Museum aus wandern wir weiter durch Hittisau. Marion Maier weist uns auf die typischen langgestreckten Bregenzerwälder Bauernhäuser hin, mit Wohnbereich und Stallungen unter einem Dach. Einige haben drei augenförmige Schlitze unter dem Grat. Sie entpuppen sich als keine gewöhnlichen Fenster. Sie wurden geschaffen, um die Seelen der Verstorbenen zu verwirren, damit diese den Weg zurück ins Innere nicht finden.

Fenster in Schindelwand

Wände und Dächer vieler Häuser und Hotels in Hittisau sind mit Schindel gedeckt: überlappende Holzbohlen. Die Technik wurde in den letzten Jahrzehnten auch viel auf Stein- und Betonhäuser angewandt, um sie mit der übrigen Holzarchitektur in Einklang zu bringen. Schindel war ein Zeichen von Wohlstand in alten Bauernhöfen und Häusern. Sie boten zusätzlichen Schutz vor der Kälte, aber nur wenige konnten sich die kostbaren, handgeschmiedeten Nägel, mit denen sie befestigt wurden, leisten.


Fensterhalter

Im Zentrum von Hittisau fallen die vielen gigantischen Gasthäuser mit Schindelverkleidung auf. Sie stammen aus der Zeit, als die Stadt ein wichtiges Handelszentrum war. Im 19. Jahrhundert waren die Frauen hier für ihre Stickereien bekannt. Händler brachten Stoffe in die Stadt und holten die Stickereien ab, als sie fertig waren. Um 1850 hatte Hittisau, wie auch heute noch, etwa zweitausend Einwohner, aber der Betriebsamkeit war so groß, dass es nicht weniger als 39 Herbergen gab.

Winston Churchill

Winston Churchill in Hittisau

In der (Stein-)Kirche von Hittisau (ab 1845) zeigt uns Marion Maier eine weitere Kuriosität. Sie zeigt auf das Deckengemälde mit einer Darstellung des Jüngsten Gerichts. Unten rechts, im Fegefeuer, sehen wir einen Mann mit roten Haaren und einer Tasche mit Geld in der Hand. Bei näherem Hinsehen erkennen wir den britischen Kriegspremier Winston Churchill. Das Gemälde wurde 1941 von Waldemar Kolmsperger aus München im Auftrag des örtlichen Pfarrers gemalt. Er wusste, dass der Künstler ein Hitler-Anhänger und daher antireligiös war, aber sein Ruf als Maler war groß. Marion Maier: „Doch niemand erwartete von Kolmsperger, dass er den zeitgenössischen Churchill in einem religiösen Werk in die Hölle schicken würde, daher war der Schock bei der Enthüllung groß. Nicht nur wegen des „heidnischen“ Elements; es wurde auch befürchtet, dass die Kirche von den Engländern bombardiert werden könnte. Kolmsperger wurde vom Bischof beauftragt, das Werk neu zu malen, lehnte dies aber ab. Schließlich gab er Churchill eine Perücke, veränderte einige Gesichtszüge und ersetzte das Wort Pfund auf dem Geldsack durch Gold.“

Bushaltestellen

Bushaltestelle in Krumbach

Normalerweise kämen wir nicht auf die Idee, uns Bushaltestellen anzusehen, aber im Bregenzerwald gehen wir extra dafür hinaus. In Krumbach gibt es sieben moderne Bushaltestellen, die jeweils wie Skulpturen aussehen. Das Sonderprojekt Bus:Stop begann als Schnappsidee – wie es so schön heißt – einiger kreativer Geister aus dem Dorf. Im ursprünglichen Plan sollten regionale Architekten zeitgemäße Haltestellen entwerfen, aber schon bald schlug jemand vor, dass es großartig wäre, insbesondere internationale Architekten anzusprechen.

Das kleine Krumbach (kaum tausend Einwohner) hatte kaum ein Budget und konnte kein Gehalt bieten, was die Initiatoren jedoch nicht entmutigte. Sie suchten Sponsoren für die Materialien und Freiwillige für den Bau. Dann traten sie an die Architekten ihrer Wahl mit dem Angebot für einen einwöchigen Gratisurlaub im Bregenzerwald heran:

Bushaltestelle in Krumbach

So konnten sie sich den Ort, an dem „ihr“ Wartehäuschen geplant war, anschauen und ein Gefühl für die Region bekommen. Darüber hinaus würden lokale Bauunternehmer und Architekten den eigentlichen Bau beaufsichtigen, so dass die internationalen Gäste ihr Projekt nach diesem einwöchigen „Urlaub“ weiterhin von zu Hause aus leiten könnten.

Das schöne war, dass im Tal selbst genügend Freiwillige und Sponsoren zu finden waren. Niemand erwartete aber, dass alle Architekten positiv reagieren würden. Doch das ist geschehen. Obwohl es sich nicht um eine harte Forderung handelte, waren fast alle stark von der Region inspiriert. So besteht beispielsweise das Buswartehäuschen des spanischen Ensambla-Studios aus gestapelten Holzbohlen, wie man sie überall in Bregenzerwälder Tischlereien findet. Dem Chilenen Smiljan Radic gefielen die hölzernen Kassettendecken in den Gaststuben so gut, dass sein gläsernes Buswartehäuschen eine Kassettendecke aus schwarzen Betonplatten erhielt.

Vom Skilift zum Museum

Rossstelle

Es ist kaum möglich, um alle bemerkenswerten Gebäude im Bregenzerwald aufzulisten. Ein Blickfang in Andelsbuch ist zum Beispiel das Werkraumhaus, das der Schweizer Architekt Peter Zumthor entworfen hat. In diesem „Clubhaus“ des Werkraumes Bregenzerwald zeigen (und verkaufen) die Mitglieder ihre Arbeiten. Die langgestreckte Halle mit Holzdach ist rundum mit einer Ganzglasfassade versehen, so dass Innen- und Außenraum ineinander zu verschmelzen scheinen.

Angelika Kaufmanmuseum Innen

In Mellau lohnt es sich, mit der Gondelbahn nach oben zu fahren. Nicht nur wegen des attraktiven Wandergebietes (und im Winter der Pisten) auf der Roßstelle. Im Jahr 2015 wurden die Berg- und Talstation durch das Architekturbüro Bernd Frick komplett saniert, so dass das Gebäude heute ein Vorbild moderner Holzarchitektur in Kombination mit Beton und Glas ist.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Verschmelzung von alter und neuer Holzarchitektur ist das Angelika-Kauffmann-Museum in Schwarzenberg, das in den ehemaligen Stallungen eines historischen Bauernhauses untergebracht ist. Um das Erscheinungsbild des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen, wurde ein moderner Kubus aus Holz und Glas innerhalb der ursprünglichen Mauern platziert: Sozusagen ein Haus im Haus. Das Schöne ist, dass man durch die Fenster des zeitgenössischen Museums – der Malerin Angelika Kauffmann gewittmet – noch die alten Stallwände und die Decke sehen kann. Im Dach und in der Decke dieses Würfels konnte auch die notwendige Infrastruktur (wie Belüftung, Heizung und Beleuchtung) unsichtbar verarbeitet werden.

Wohnen in alten Mauern

Modernisiertes Holzhaus

So viel Schönheit es zu sehen gibt, der idyllische Bregenzerwald hat auch Herausforderungen. Rund tausend alte Bauernhöfe stehen heute leer. Junge Menschen wollen dort nicht leben, aus Angst, dass die notwendigen Renovierungen zu teuer und zu komplex sein würden. Sie ziehen es vor, etwas Neues neben ihrem Elternhaus zu bauen, das dann aber nicht mehr instand gehalten wird und mit der Zeit verfällt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde vor einigen Jahren das Projekt Neues Leben für alten Mauern gestartet. Wenn nun jemand im Bregenzerwald ein Haus bauen will, wird zunächst geprüft, ob sich noch alte Bausubstanz im Familienbesitz befindet. Architekten und Handwerker aus dem Tal beraten, wie diese Immobilien an die Bedürfnisse einer jungen, modernen Familie angepasst werden können, ohne dafür ein Vermögen zahlen zu müssen. Mittlerweile gibt es bereits mehrere historische Bauernhöfe im Tal mit modernen Ergänzungen und Erweiterungen, zum Beispiel in den ehemaligen Stallungen. Es ist ein neues Beispiel dafür, wie innovatives Design mit der Bewahrung des kulturellen Erbes im Bregenzerwald verbunden wird. Dies bleibt auch anderswo nicht unbemerkt. Marion Maier: „Heutzutage kommen Architekten aus Skandinavien und dem Rest der Welt zu uns, um sich inspirieren zu lassen.“

Advertentie

Tipps & Adressen

Allgemein

Der Bregenzerwald, im Westen Österreichs, ist mit allen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Bodensee-Airport Friedrichtshafen (35 km). Der nächste Bahnhof befindet sich in Bregenz. Der öffentliche Regionalverkehr ist sehr gut. Planen Sie Ihre Reise: vmobil.at

Allgemeine Informationen über Unterkünfte, (Wander-)Möglichkeiten, Veranstaltungen, etc: bregenzerwald.at

Wandern

Umgänge

Der Bregenzerwald ist ein echtes Wandergebiet mit 1.500 Kilometern markierten Wegen durch das Tal und die umliegenden Berge. Wer die Architektur besonders erkunden möchte, kann an mehreren Orten im Tal (z.B. Hotels und Fremdenverkehrsbüros) eine Karton mit Karten der Umgänge in den zwölf im Artikel beschriebenen Dörfern kaufen. Der Begleittext ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

In ganz Vorarlberg werden nicht weniger als elf „Architekturführungen“ für Architekturliebhaber zu Themen wie „Holz und Material“ oder „Kunst & Kultur“ angeboten. Informationen: vorarlberg.travel/architektouren

Nächtigen

Stilvolles Wohnen ist in zahlreichen traditionellen und modernen Hotels mit Holzarchitektur möglich. Ein Beispiel ist Familienhotel Adler in Lingenau, geführt von dem Niederländer Frank und seiner österreichischen Frau Dagmar. Lieber Campen? In Au-Schoppernau finden Sie den ruhigen und gepflegten  Camping Austria.


Ernele

Essen & Trinken

Ladenwirtschaft Ernele

Das moderne Restaurant (inklusive Delikatessengeschäft) im Hotel Schiff ist nicht nur ein schönes Beispiel für die schlichte, klare Holzarchitektur des Bregenzerwaldes, es wird auch hervorragend mit regionalen Produkten gekocht. Heideggen 311 in Hittisauschiff-hittisau.com

Werkraumhaus

Werkraumhaus

Im Clubhaus des Werkraumes Bregenzerwald (siehe Artikel) können Sie Kunsthandwerk aus der Region sehen und kaufen, aber auch am langen Tisch in der Mitte des Gebäudes zu Mittag essen. Zwischen 11.30 und 14.00 Uhr gibt es ein feines Tagesgericht und auch eine vegetarischen Variante. Die Atmosphäre an diesem kreativen Hotspot ist informell und entspannt. Hof 800 in Andelsbuchwerkraum.at

Hirschen

Hotel und Gästehaus auf dem Dorfplatz von Schwarzenberg, in einem über 250 Jahre alten Gebäude mit eleganter Schindel-Fassade. Trinken Sie Kaffee auf der überdachten Terrasse oder speisen Sie im vollständig mit Holz verkleideten Restaurant, wo traditionelle Gerichte auf moderne Weise präsentiert werden. Hof 14 in Schwarzenberghirschenschwarzenberg.at

Löwen

Gasthaus zum Löwen

Der Gasthof zum Löwen steht heute unter Denkmalschutz. Zwischen 1886 und 1900 erbaut, stand es jahrelang leer und drohte zu verfallen bis es 2015 als Café ein neues Leben erhielt. Der ursprüngliche Kachelofen, die Holzwände und die Kassettendecke sind erhalten geblieben, die Kuchen sind köstlich und man kann den Schnaps, den die Besitzer in der eigenen Bergbrennerei herstellen, probieren und kaufen. Au-Rehmen 87gasthaus-loewen.at

Mellaubahn

Talstation Mellaubahn

Die neue Talstation der Mellaubahn (Hinterbündt 380 in Mellau) ist dank ihrer Holzarchitektur eine Augenweide. Im Inneren bietet das Restaurant M1  typisch österreichische Küche sowie Pasta und Burger vor oder nach dem Skifahren oder Wandern. Das Restaurant  Alphof Rossstelle  und das  Restaurant Simma sind gute Ausgangspunkte für Wanderungen und Skitouren an der Bergstation des Liftes.

Moorwirte

Eine Reihe von Restaurants in Krumbach – die so genannten Moorwirte – verwenden Pflanzen, Kräuter und Beeren aus dem heimischen Moor zur Herstellung raffinierter Gerichte und Getränke.

Einkaufen

Käsehaus

Reifelager Käsehaus

Neben seiner Architektur ist der Bregenzerwald auch für seinen ausgezeichneten traditionellen Alpkäse bekannt. Weitere Informationen und eine Übersicht über alle Orte, an denen man Käse probieren und kaufen kann: kaesestrasse.at

Wir empfehlen das Käsehaus in Andelsbuch (Hof 144), wo mehr als sechzig Käsesorten von verschiedenen Bauern verkauft werden. Im Restaurant – in der Mitte des Ladens – essen Sie zu Mittag Käsegerichte wie die Bregenzerwälder Käserahmsuppe, Käseknödel oder eine leckere Käseplatte mit verschiedenen Käsesorten.

Ölmanufaktur

Neben Käse ist auch Qualitätsöl ein schmackhafter Begleiter aus dem Bregenzerwald. In der Ölmanifaktur Österle  in Krumbach (Ladau 165) können Sie kaltgepresstes Tomatenkernöl, Kürbiskernöl oder Olivenöl kaufen.

Lawurscht

Lawurscht in Egg ( Pfister 619) ist ein schönes Delikatessengeschäft, darunter Wurstwaren von Tieren aus eigener biologischer Zucht, hausgemachte Teigwaren sowie Marmeladen und Chutneys.

Bauernladen

Der Bauernladen in Virgen (Virgental Straße 61) verkäuft Delikatessen von lokalen Bauern, wie Speck, Würste, Marmeladen und Aufstriche. Auch handgemachte Souvenirs aus der Region stehen zum Verkauf.

Frau Kaufmann

Karin Kaufmann  verkauft in ihrem Geschäft in Egg (Mühle 1197) teils hausgemachte Delikatessen und Kochutensilien von Bregenzerwälder Handwerkern.

Sehen & Tun

Frauenmuseum

Frauenmuseum

Das einzige Frauenmuseum in Österreich hat 2017 den Österreichischen Museumspreis gewonnen. Es gibt wechselnde Ausstellungen mit Arbeiten von Frauen oder zu „weiblichen“ Themen wie der Rolle der Frauen im Bergsteigen. Platz 501 in Hittisau, frauenmuseum.at

Angelika Kauffmann-Museum

Angelika Kauffmannmuseum

Das Angelika-Kauffmann-Museum, in einem monumentalen Bauernhof aus dem 16. Jahrhundert, ist zur Hälfte ein Regionalmuseum. Die historischen Räume des ehemaligen Wohnbereichs bieten eine Ausstellung über die reiche Tradition des Kunsthandwerks im Bregenzerwald, wie z.B. Stickerei und Strassherstellung. Der moderne Kubus in den ehemaligen Stallungen ist der Barockmalerin Angelika Kauffmann gewidmet. Brand 34 in Schwarzenberg, angelika-kauffmann.com

Wälderbähnle

Immer lustig: eine nostalgische Fahrt mit dem Museumszug, mit historischen Dampf- und Diesellokomotiven und Holzwaggons. Der Zug verkehrt zwischen Bezau und Schwarzenberg (fünf Kilometer) und ist ab Mitte Mai wieder im Einsatz. waelderbaehnle.at

Metzler

Bauernhof Metzler

Der Bauernhof der Familie Metzler bietet Führungen durch die Ställe (Ziegen und Kühe) mit anschließender Verkostung von Käse und Fleisch der eigenen Tiere an. Die Familie ist auf die Verarbeitung der Molke spezialisiert, der Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung durch die Gerinnung der Milch entsteht. Diese Molke-Produkte sind in ihrem Hofladen erhältlich.  Bruggan 1025 in Eggmolkeprodukte.com

Schubertiade

Die Schubertiade Schwarzenberg, in deren Mittelpunkt die Musik Schuberts und seiner Zeitgenossen steht, ist der kulturelle Höhepunkt des Bregenzerwaldes und findet sowohl im Juni als auch im August-September statt. schubertiade.at

Außerhalb des Tals

Vom Bregenzerwald aus können Sie viele Tagesausflüge machen. Zum Beispiel nach Bregenz, mit interessanten Museen und natürlich den Bregenzerfestspielen. Am Stadtrand von Bregenz liegt die Produktionsstätte der edle Lingeriemarke Wolford. Am Hauptsitz befinden sich ein Outlet-Store und der Flagshipstore (wolford.com). Auch die verschiedenen Täler, z.B. das Große Walsertal, sind vom Bregenzerwald aus leicht zu erreichen.

Brüggaweg zum Kesselwasserfall