Die Waldheimat
Das vergessene Land

Das vergessene Land
„Das vergessene Land„: So nannte der österreichische Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918) die gebirgige Landschaft seiner Waldheimat in der Steiermark. Der Landstrich am Ostrand des Alpenbogens – viel Wald, Wiesen, Bäche und eine Handvoll Dörfer – liegt abseits der Hektik der großen Verkehrswege und ist bis heute vom Massentourismus „vergessen“. Dank zahlreicher leichter bis mittelschwerer Wanderwege sowie einem umfangreichen kulinarischen und kulturellen Angebot ist es ein ideales Feriengebiet für Familien und Genusswanderer.

Peter Rosegger
Der Name „Waldheimat“ ist untrennbar mit dem Namen Rosegger verbunden. Die Region ist nach seinem 1877 erschienenen Buch Waldheimat, einer Sammlung von Kindheits- und Jugenderinnerungen, benannt. Das Buch wurde ein Bestseller, der Name „Waldheimat“ tauchte sogar auf Landkarten auf und entwickelte sich von einem literarischen Begriff zu einer regionalen Bezeichnung.
Das Alpl
Das Herz der Waldheimat ist das Alpl, wo Rosegger als ältestes von sieben Kindern einer Bergbauernfamilie aufgewachsen ist. Hier kann man die ‘Rosegger Almrunde’, eine etwa dreistündige Rundweg auf den Spuren des Autors, begehen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Waldschule (Alpl 2 in Krieglach) aus dem Jahr 1902 – die ehemaligen Schule für Bergbauernkinder.
Zu Roseggers Zeiten gab es auf dem Alpl noch keine Schule. Kinder galten als billige Arbeitskräfte, für die eine Ausbildung sinnlos war. Außerdem war die nächstgelegene Schule unerreichbar weit entfernt. Rosegger hatte das Glück, dass seine Mutter Druckbuchstaben lesen konnte und dies an ihren wissbegierigen Sohn weitergab. Das Schreiben lernte er vom Wanderlehrer Michael Patterer, der sechs Jahre lang am Alpl lebte und dort sporadisch Kinder gegen Kost und Logis unterrichtete.
Für diese Chance war Rosegger sein Leben lang dankbar. Als die Alpl-Bauern 1901 zu ihm kamen und ihn baten, ihnen endlich zu einer Schule zu verhelfen, organisierte er eine internationale Vortragsreihe, um Geld zu sammeln, und suchte Sponsoren. Auf diese Weise gelang es ihm, genügend Geld aufzutreiben.
Die Waldschule war bis zum Schuljahr 1974/75 in Betrieb und ist heute ein Museum. Zu besichtigen sind das ehemalige Klassenzimmer und auch die Räume, die Rosegger für sich selbst eingerichtet hatte. Dort hielt er sich regelmäßig auf, wenn er in Abgeschiedenheit an seinen Büchern arbeiten wollte. Im nahe gelegenen Krieglach – wo er sich 1877 ein Landhaus bauen ließ – war er so bekannt, dass er oft die Straße entlangging, ohne aufzuschauen, aus Angst, angesprochen zu werden.
Auf Stör

Blick auf das Geburtshaus von Peter Rosegger
Von der Waldschule aus führt die Rosegger Almrunde über einen breiten Waldweg zum Geburtshaus des Schriftstellers: dem abgelegenen Kluppeneggerhof auf 1.155 Metern Seehöhe. Wohnräume, Ställe, Brunnen und Feldkasten zur Lagerung von Getreide, Saatgut und Lebensmitteln sehen noch so aus wie bei der Erbauung im Jahr 1744. Vom Hof aus blickt man auf Wälder und Wiesen mit grasenden Pferden.
An diesem schönen Spätsommertag ist es hier fast eine unwirkliche Idylle. Dass das Leben dort karg war, wissen wir aus den Geschichten vom Waldbauernbub, in denen Rosegger das karge Leben seiner Kindheit beschreibt. Bauern, die sich im Tal kein Land leisten konnten, waren gezwungen, Grundstücke in den Bergen zu pachten. Hier waren sie im Winter von der Außenwelt abgeschnitten. Im Sommer schufteten sie auf dem felsigen, schwer zu bearbeitenden Boden. Auf einem solchen Bergbauernhof lebten der Bauer und seine Familie zusammen mit Knechten und Mägden. Zu Roseggers Zeiten gab es sechzehn Mäuler zu stopfen. Geld verdiente man mit der Verarbeitung von Flachs zu Leinen und der Zucht von Ochsen, die als Zugtiere verkauft wurden.

Geburtshaus von Peter Rosegger
Als ältester Sohn sollte Rosegger den Hof übernehmen, aber er war ein kränkliches Kind und erwies sich als völlig ungeeignet für die bäuerliche Arbeit. So schickten ihn seine Eltern in die Lehre zu einem Schneider. Vier Jahre lang ging er mit seinem Lehrmeister Ignaz Orthofer auf Stör, was bedeutete, dass die beiden von Hof zu Hof zogen und sich dort gegen Kost und Logis aufhielten, solange es Kleider zu nähen oder zu reparieren gab. Insgesamt lebte Rosegger in jenen Jahren auf 67 verschiedenen Bauernhöfen. Wo das Essen gut und die Menschen freundlich waren, blieben sie längere Zeit. Wo es ihnen nicht gefiel, beeilten sie sich, wieder wegzukommen. Ein für uns heute unvorstellbares Leben.
Bankrotte Bauern

Besucherzentrum (oben) und Scheune neben dem Geburtshaus
Auch Roseggers Geburtshaus ist jetzt ein Museum. An schönen Tagen kommen Hunderte von Besuchern dorthin. Die Jausenstation in der Nähe des Hofes ist ein idyllischer Rastplatz bei Wanderungen in der Umgebung, viele kommen aber auch zum „Pilgern“ hierher. Roseggers Bedeutung für Österreich ist groß. Seine Erzählungen und gesellschaftskritischen Aufsätze machten auf den krassen Gegensatz zwischen dem Leben der Bauernschaft und der aufstrebenden Arbeiterklasse einerseits und dem von Adel, Klerus und reichen Industriellen andererseits aufmerksam. Die „Pilger“ wollen sehen, wo ihr Held seine Kindheit verbracht hat, aber der Rundgang durch die ehemaligen Wirtschaftsgebäude gibt jedem Touristen einen faszinierenden Einblick in das Leben hier in früheren Jahrhunderten.
Der Weg von der Waldschule zu Roseggers Geburtshaus führt auch am Gasthof Schlagobersbauer vorbei, einem der Höfe, auf denen Rosegger eine Zeit lang als Schneiderlehrling lebte. Gastgeber Thomas Leitner entpuppt sich als einer der letzten drei Schüler der Waldschule. Als, dank einer Busverbindung, immer mehr Kinder in Krieglach zur Schule gingen, musste die Waldschule nach dem Schuljahr 1974/75 geschlossen werden. Leitner: „Für mich war das ein großer Schock. Von drei auf 36 Schüler und von einem Lehrer, mit dem man befreundet war, zu einem strengen Lehrer, zu dem man keinen Bezug hatte.“

Waldschule – Klassenzimmer
Von den ursprünglich 36 Höfen am Alpl ist noch einer übrig geblieben: der Schiedhofer aus dem Jahr 1841. Besitzer und Waldpädagoge Peter Rossegger: „Im Revolutionsjahr 1848 führte die Regierung die so genannte Drittelregelung ein, die es den Bauern ermöglichte, ihr bisher gepachtetes Land um ein Drittel des Wertes von den Großgrundbesitzern zu kaufen. Die Landwirte waren damit zum ersten Mal Eigentümer von Grund und Boden, was eine schöne Regelung zu sein schien, aber in der Praxis mussten sie sich verschulden. Die Rückzahlung war für viele Landwirte bereits ein Problem. Hinzu kam, dass das Ende der Kleinen Eiszeit jahrelang zu Ernteausfällen führte. Viele Bauern gingen schließlich in Konkurs. Mein Urgroßvater kaufte diesen Hof 1899 von fast bankrotten Bauern, kurz bevor er zwangsversteigert werden sollte. Auch Roseggers Eltern mussten 1868 an einen wohlhabenden Industriellen verkaufen, der den Hof in sein Jagdrevier aufnahm. Sie lebten bis zu ihrem Tod auf dem Hof eines Bruders von Rosegger.“
Semmeringbahn

Semmeringbahn © Wikimedia Commons
Dass Rosegger vom einfachen „Waldbauernbub“ zu einem berühmten Volksschriftsteller, Dichter und Journalisten wurde, erscheint fast wie ein Wunder. Als bekannt wurde, dass der Schneiderlehrling gut lesen und schreiben konnte, kamen die Leute zu ihm, um ihm Briefe zu diktieren oder vorlesen zu lassen. Er selbst schrieb Geschichten, seit er 10 Jahre alt war. Auf Drängen eines Bekannten schickte er mit 21 Jahren seine „gesammelten Werke“ an die Tagespost in Graz. Chefredakteur Adalbert Svoboda erkannte sofort sein Talent, holte ihn nach Graz, ermöglichte ihm eine Ausbildung und führte ihn in die besseren Kreise ein. Der Rest ist Geschichte. Weniger als ein Jahr später war der ungemein produktive Rosegger bereits ein bekannter Name und konnte ab seinem 30sten Lebensjahr von seiner Arbeit leben. Seine Bücher, die in 26 Sprachen veröffentlicht wurden, erreichten Millionenauflagen. Im Jahr 1913 galt er sogar als Favorit für den Literaturnobelpreis, bekam ihn aber aufgrund der politischen Verhältnisse der Zeit nicht.

Aussicht auf Mürzzuschlag
Was zur Verbreitung von Roseggers Werk beitrug, war der Bau der Semmeringbahn von Gloggnitz über den Semmeringpass nach Mürzzuschlag – einer Industriestadt am Rande der Waldheimat. Obwohl der Autor im Waldbauernbub seine erste Fahrt mit der Dampfeisenbahn noch als „Teufelswerk“ bezeichnet, war er in Wirklichkeit ein leidenschaftlicher Bahnreisender, der Mitteleuropa durchquerte, um Vorträge zu halten. Eine kostenlose Dauerkarte der Südbahn ermöglichte ihm Reisen in der ersten Klasse durch Österreich, Slowenien und Italien. Davon hat er intensiv Gebrauch gemacht. Umgekehrt waren seine Reiseberichte die ideale Werbung für das neue Verkehrsmittel.
Begegnung mit Brahms

Johannes Brahms Büste in Krieglach
Die Semmeringbahn löste in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch einen kleinen Tourismusboom in die Region aus. Vor allem die Wienerinnen und Wiener kamen in die gesunde, frische Bergluft, „nur“ drei Stunden von zu Hause entfernt. Einer von ihnen war der Komponist Johannes Brahms, der für zwei Sommer (1884 und 1885) ein Haus in Mürzzuschlag mietete und dort auch seine Vierte Symphonie komponierte.
Brahms unternahm regelmäßig lange Spaziergänge in der Gegend. Jeder, der will, kann es ihm nachmachen. Heute führt ein 4,5 Kilometer langer Brahmsweg an Orten vorbei, an denen sich der Komponist gerne aufhielt. Unterwegs kommt man an 21 Stationen vorbei (erkennbar an den Schildern in Form eines roten Igels), die über seinen Aufenthalt in der Region informieren. Der Rundweg beginnt bei dem Haus, das Brahms gemietet hat: dem heutigen Brahms-Museum in Mürzzuschlag. Etwa auf halber Strecke kommt man am Gasthaus Steinbauer vorbei, wo Brahms einst auf einer Hochzeit tanzte und heute eine „Brahmsjause“ auf der Speisekarte steht. Dieses Haus steht übrigens auch mit Peter Rosegger in Verbindung, denn er arbeitete dort eine Zeit lang als Schneiderlehrling.
Es ist ungewiss, ob Brahms und Rosegger sich jemals begegnet sind. Sicher ist, dass Brahms an einem heißen Augusttag die 12 Kilometer lange Straße von Mürzzuschlag nach Krieglach zu Fuß zurücklegte, um den von ihm bewunderten Schriftsteller zu treffen. Rosegger selbst (der in seinen Erzählungen nicht immer wahrheitsgetreu war), schreibt dass er von einem Fremden besucht wurde, mit dem er einige Höflichkeiten austauschte, dass sich der Komponist aber nicht vorstellte und dass er ihn nicht erkannte, weil er zu sehr mit dem Roman beschäftigt war, an dem er gerade arbeitete. Laut Ronald Fuchs, dem Gründer und Direktor des Brahms-Museums, ist es wahrscheinlicher, dass der Komponist Rosegger nicht zu Sprechen bekam, weil das Dienstmädchen den Schriftsteller nicht stören wollte. Wie auch immer, Brahms ging beleidigt weg und ließ seine Visitenkarte zurück. Als der Groschen fiel, war es Rosegger zu peinlich, dem Komponisten hinterherzulaufen. Ein paar Tage später besuchte er ihn in seiner Wohnung, aber Brahms war bereits abgereist. Sie sahen sich nie (wieder).
Schwarze Fahnen

Villa von Peter Rosegger in Krieglach
Rosegger hat die Natur „seiner“ Waldheimat sein Leben lang geliebt. Er hatte eine Stadtvilla in Graz, verbrachte aber alle Sommer mit seiner Familie (er war zweimal verheiratet und hatte fünf Kinder) im Landhaus in Krieglach und unternahm lange Wanderungen. „Wenn ich durch die Gegend meiner Kindheit wandere, kann ich ganz ich selbst sein„, schreibt er. „Dann spüre ich eine unendliche Einheit zwischen mir und den Bergen, Wiesen, Wäldern und Bächen um mich herum„.
Dass er seine Wurzeln nie vergessen hat, zeigt auch die Tatsache, dass er neben der Waldschule auch die evangelische Kirche in Mürzzuschlag bauen ließ – obwohl er selbst katholisch war. Trotz seiner Berühmtheit ist kein einziges Interview mit ihm aufgezeichnet worden. Zwar schrieb er viel über sich und sein Leben, er hatte aber auch eine lebhafte Phantasie und scheute sich nicht vor Übertreibungen. „Zeitgenossen beschrieben seinen Charakter als ‚mürrisch‘ und ‚wenig zugänglich‘, sagt Eva Kirchsteiger vom Roseggerbund, „aber das liegt wohl vor allem daran, dass er es als so lästig empfand, erkannt und angesprochen zu werden. Auf seinen Reisen hingegen ist er auf alles und jeden zugegangen und angesprochen. Auf diese Weise „sammelte“ er auch den Stoff für seine Geschichten. Er muss außer lästig wohl auch sympathisch und charismatisch gewesen sein, sonst hätten ihm niemals so viele Menschen in seinem Leben geholfen.“

Sterbezimmer © Steiermark Tourismus, Foto Harry Schiffer
Als Rosegger am 26. Juni 1918 in seinem Haus in Krieglach starb, waren die Straßen des Ortes mit schwarzen Fahnen „tapeziert“. Auf dem örtlichen Friedhof liegt er in einem einfachen Grab mit einem Holzkreuz. „Ein einfaches Grab wie jeder Alpler Bauer“, wie er es sich gewünscht hatte.
Gedenkfeier
Rosegger ist in seiner Waldheimat nicht vergessen. Jedes Jahr in der Adventzeit findet die sogenannte Christtagsfreudewanderung statt, ein Fackelzug von etwa hundertfünfzig Kindern und ihren Begleitern von Roseggers Geburtshaus am Alpl zur Roseggerbrunnen in Langenwang. Rosegger schildert den Weg in seiner Erzählung „Als ich Christtagsfreude holen ging“. Da erzählt er wie er als 12-jähriger Bub von seinem Vater am Morgen des 24. Dezember nach Langenwang geschickt wurde, um Lebensmittel wie Mehl, Salz und Schmalz (also Christtagsfreude) zu kaufen. Heute werden die Kinder mit dem Bus zur Waldschule gebracht, laufen eine gute halbe Stunde bis zum Geburtshaus und dann den ganzen Weg hinunter. Peter Rosegger musste natürlich hin und zurück laufen, hat es aber dank der vorweihnachtlichen Freude gerne getan.
Tipps & Adressen
Allgemein
Die Waldheimat liegt in den Fischbacher Alpen im Nordosten der Steiermark zwischen dem Mürz- und Feistritztal. Die wichtigsten Gemeinden sind Langenwang, Krieglach, Fischbach und St. Katrein am Hauenstein. Die Region ist mit der Bahn (Bahnhof Mürzzuschlag) zu erreichen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Wien (100 km) und Graz (80 km). Die Anfahrt mit dem Auto erfolgt über die Südautobahn A2 und die S6 Semmering Schnellstraße.
Die Waldheimat wird von zwei Fernwanderwegen durchquert: der 02 (Zentralalpenweg) und der 06 (Mariazellerweg). Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Wanderwege in der Umgebung, ob auf den Spuren von Peter Rosegger oder nicht. Nähere Informationen zu allen Wanderwegen, Unterkünften, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen: steiermark.com
Nächtigen
Krainer
Zentral gelegenes Hotel der Spitzenköche Astrid und Andreas Krainer mit schön eingerichteten, modernen Zimmern, einem Saunabereich und einem Café mit köstlichen Mehlspeisen aus der eigenen Konditorei und hausgemachtem Eis. Klassische österreichische Gerichte in der Orangerie oder feine Speisen im Haubenrestaurant. Grazer Straße 12 in Langenwang, hotel-krainer.com
Peter Rossegger
Peter Rossegger (nicht verwandt mit) ist einer der letzten Bauern am Alpl. Sein 1841 erbauter Schiedhofer-Hof, auf 1066 Metern Höhe und von Wäldern umgeben, ist ein Ort für absolute Ruhesuchende. Sie wohnen in der gemütlichen Ferienwohnung Die Keusche, die aus dem Holz alter Ställe gebaut wurde. Bei Ihrer Ankunft werden Sie hier mit einem Korb regionaler Produkte empfangen. Alpl 10 in Krieglach, rossegger-schmiedhofer.at
Gästedorf Waldheimat
Zwölf Doppelhaus-Bungalows im Camper-Stil, umgeben von Wald und Bäumen, mit gemeinsamer Küche: einfach, aber gemütlich. Festwiese 2 in Langenwang, gaestedorf-waldheimat.at
Essen & Trinken
Schlagobersbauer

Roseggertorte
Einst ein Bauernhof, der sich auf die Herstellung von Schlagsahne spezialisiert hatte. An Sonntagen im Sommer kamen die Touristen von weit her, um Kuchen mit Schlagobers zu essen. Heute serviert der Gasthof neben klassischen österreichischen Gerichten auch hausgemachte Mehlspeisen. Probieren Sie vor allem die von Barbara Leitner kreierte Peter Rosegger-Torte: Nussbiskuitteig mit einer Schicht Preiselbeermarmelade und einer oberen Schicht aus grünem Marzipan (für die Wälder der Waldheimat). Alpl 8 in Krieglach, schlagobersbauer.at
Jausenstation Roseggers Geburtshaus
Von Sonja Königshofer gepachtete Jausenstation in einem ehemaligen Jagdhaus, direkt neben dem Geburtshaus von Peter Rosegger, aber nach seiner Zeit erbaut. Kleine Speisekarte mit Spezialitäten aus der Region und der Saison. Alpl 42 in Krieglach
Steinbauer

Brahmsjause
Restaurant auf dem Brahmsweg. Der Komponist tanzte hier einst auf einer Hochzeit. Heute isst man dort die köstliche Brahms-Jause, offensichtlich eine Variante der berühmten Brettljause. Im renovierten Hinterstüberl des Hauses wohnte Peter Rosegger, als er auf „Stör“ war. Ganz 11 in Mürzzuschlag, facebook.com/GasthofSteinbauer
Rowangl
Restaurant im Herzen von Krieglach mit Spezialitäten aus der Steiermark und Österreich auf der Speisekarte. Verschiedene Stuben, darunter das Rosegger Stüberl. Hauptplatz 3 in Krieglach, gasthof-rothwangl.at
Sehen & Tun
Waldschule

Das Zimmer von Peter Rosegger in der Waldschule
Die von Peter Rosegger gegründete Schule ist heute ein Museum. Zu sehen sind u.a. die Gründungsurkunde, das ehemalige Klassenzimmer mit Fotos von Schülern und Lehrern sowie die Arbeits- und Schlafräume von Peter Rosegger. Der Keller ist mit alten Holzwerkzeugen gefüllt, denn neben Lesen und Schreiben lernten die Kinder auch ein Handwerk. Geöffnet von Anfang April bis Ende Oktober, Alpl 2 in Krieglach, krieglach.at
Geburtshaus Kluppeneggerhof
Als das Geburtshaus von Peter Rosegger 1927 vom Land Steiermark gekauft wurde, war es stark baufällig. Aufgrund von Beschreibungen Roseggers selbst und des Baustils ähnlicher Höfe in der Umgebung (von denselben Zimmerleuten gebaut) konnte alles im alten Stil wieder aufgebaut werden. Die Einrichtung stammt aus der Zeit Roseggers, zum Teil von der Familie selbst, zum Teil durch Schenkungen von anderen Bauern. Das Haus wird vom Museum Joanneum in Graz verwaltet. Geöffnet von Ende März-November, Alpl 42, museum-joanneum.at
Landhaus/Museum Kriegslach
Roseggers großes Landhaus in Krieglach steht in starkem Kontrast zu seinem Geburtshaus und vermittelt einen guten Eindruck von seinem sozialen Aufstieg vom Bauernjungen zum gefeierten und wohlhabenden Schriftsteller. Die Arbeits- und Sterbezimmer befinden sich noch im Originalzustand. Eine Dauerausstellung mit Briefen, Dokumenten und Gebrauchsgegenständen gibt einen Einblick in das Leben und den Lebensstil des Schriftstellers. Geöffnet von Ende März bis Ende Oktober, Roseggerstraße 44 in Krieglach, museum-joanneum.at
Brahms-Museum
Spezielles Privatmuseum von Ronald Fuchs in dem Haus, in dem Brahms während der beiden Sommer, die er in Mürzzuschlag verbrachte, lebte, u. a. mit der einzigen Schallplattenaufnahme, auf der der Komponist selbst seinen Ungarischen Tanz Nr. 1 auf dem Klavier spielt, und Originalmöbeln aus Brahms‘ Wiener Wohnung. Eine Beschreibung der Brahmsweges ist im Museum erhältlich. Direktor Ronald Fuchs hat auch das alle zwei Jahre stattfindende internationale Brahmsfest ins Leben gerufen, bei dem Werke von Brahms und seinen musikalischen Weggefährten im Mittelpunkt stehen. Die Konzerte im September finden sowohl im Brahms-Museum als auch an verschiedenen anderen Veranstaltungsorten statt. Wiener Straße 4 in Krieglach, brahmsmuseum.at
Südbahnmuseum

Südbahnmuseum
Museum in der ehemaligen Lokomotivwerkstatt und Garage der Semmeringbahn. In der Eingangshalle dient die Rekonstruktion eines ehemaligen Reichswagens als Café. In der ehemaligen Werkstatt befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahnen und des Eisenbahnverkehrs sowie zum Bau der Südbahn einschließlich Semmeringbahn. Die ehemalige Werkstätte beherbergt zahlreiche historische Lokomotiven sowie Österreichs größte Sammlung von Draisinen (Schienenfahrzeuge für Inspektion und Personentransport). Ein Muss für Eisenbahnliebhaber. Zum Verkauf steht auch ein Büchlein mit Auszügen aus den Reisetagebüchern von Peter Rosegger mit Illustrationen von ihm. Geöffnet von Palmsonntag bis 31. Oktober, Heizhausgasse 2 in Mürzzuschlag am Semmering, suedbahnmuseum.at
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