Kultur

Holzmuseum

Text: Emely Nobis / Bild: Frits Roest

Das Holzmuseum in St. Ruprecht ob Murau (Steiermark) zeigt auf spielerische und informative Weise, was der Wald und die Bäume zu bieten haben.
Holzmuseum Murau, ehemaliger Ochsenstall

Holzmuseum Murau, ehemaliger Ochsenstall

Der Bezirk Murau ist das waldreichste Gebiet der Steiermark. Holzverarbeitung und Holzhandwerk haben hier also eine lange Tradition. Das Holzmuseum bietet Informationen über den Rohstoff Holz in all seinen Variationen und ist ein unterhaltsamer, vielseitiger Ausflug für Jung und Alt. Eigentlich reist man in ein Museumsdorf mit verschiedenen Ausstellungen auf mehr als 10.000 m² – in mehreren Gebäuden rund um den Hans-Edler-Platz. Das Hauptgebäude ist der ehemalige „Anthofer Ochsenstall“ – wunderschön umgebaut in einen zeitgenössischen Ausstellungsraum. Die Ausstellung erstreckt sich über vier Etagen und zeigt alte Werkstätten und Werkzeuge von verschwundenen Handwerksberufen wie Wagner, Küfer und Holzfäller. Maßstabsgetreue Modelle mit beweglichen Maschinen und Figuren, darunter eine mit viel Liebe zum Detail rekonstruierte Schreinerei, lassen diese Arbeit buchstäblich lebendig werden.

Die Ausstellung gibt auch einen Einblick in die Bedeutung, die Holz seit langem für die bäuerlichen Familien bei der Arbeit zu Hause und auf dem Feld hat. Sie können sehen, wie Ställe, Zimmer und Küchen aussahen und lernen praktische Errungenschaften wie alte (hölzerne) Waschmaschinen, Brotschneidemaschinen (Brocknlotter), Bauernschränke und -truhen, Buttermühlen, Besteck und vieles mehr kennen.

Bewegte Miniatur eines Handwerks (Holzarbeiter)

Bewegte Miniatur eines Handwerks (Holzarbeiter)

Arboretum

Neuer, moderner Eingang zum Holzmuseum

Neuer, moderner Eingang zum Holzmuseum

Auf anderen Etagen des Museums wird die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung von Holz und Wäldern erklärt, man kann viele verschiedene Holzarten sehen, riechen und fühlen, und es werden (manchmal sehr originelle) Beispiele für seine Verwendung in Kunst, Musik und Design gezeigt.

Nicht im Stall, sondern weiter hinten in einem modernen Pavillon aus Holz und Glas wird über die Waldbewirtschaftung und die Jagd informiert und es gibt jährlich wechselnde Ausstellungen, wie z.B. 2021 über die Verwendung von Holz im Wohnungsbau.

Das Arboretum ist ein wunderbarer Ort für einen Spaziergang, an dem sowohl bekannte als auch seltene einheimische Baum- und Straucharten wachsen. Kinder können sich auf dem Holz-Wasser-Spielplatz austoben oder den Forstturm erklimmen, einen freistehenden Holzturm mit einer Ausstellung über Bäume und Insekten.

Das Lebenswerk

Das Holzmuseum ist das Lebenswerk von Hans Edler, einem Forstingenieur und ehemaligen Staatsförster. Die Idee für ein Museum, das den Rohstoff Holz zelebriert, kam ihm in den frühen 1980er Jahren. Im Jahr 1983 gründete er einen Verein, um den Plan zu konkretisieren. Der damals desolate Ochsenstall der Familie Anthofer wurde gekauft und nach und nach mit Hilfe vieler Freiwilliger liebevoll restauriert und mit oft einzigartigen Objekten, sowohl Leihgaben als auch Spenden, gefüllt. Im Jahr 1988 konnte das Holzmuseum eröffnet werden. Dank der Renovierung des Schweinestalls und des Wagenstalls der Anthofers wurde er 1990 um 200 Quadratmeter erweitert, und in den folgenden Jahren wuchs der Komplex zu dem Mini-Dorf, das er heute ist.

Schreinerei und Hans Edler

Schreinerei und Hans Edler

Das Holzmuseum ist von Mai bis Oktober geöffnet. Im Museumsshop „Holzkistl“ können Sie originelle Souvenirs aus Holz und anderen Naturmaterialien kaufen: Keine Fließbandarbeit, sondern ausschließlich ausgewählte Produkte von Handwerkern, Bastlern und Künstlern.

Hans-Edler-Platz 1 in St. Ruprecht ob Murau, holzmuseum.at

Das Holzmuseum hat kein eigenes Restaurant, aber direkt neben dem Kinderspielplatz bietet das traditionelle Gasthaus Antofer  eine schöne Terrasse unter seinen Kastanienbäumen.

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Bewegte Miniatur eines Handwerks (Holzarbeiter)
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